Asus ROG Swift PG32UQ im Test: 4K-Gaming-Monitor mit 144 Hertz

32-Zoll-Bildschirm der Luxusklasse
Asus  / Tim Metzger

Der Asus ROG Swift PG32UQ vereint 4K-Auflösung und eine hohe Bildrate in einem 32 Zoll großen IPS-Panel für circa 1.000 Euro. Dazu gibt es weitere Highlights wie Quantum Dots, HDMI 2.1 und DisplayHDR600. Alles Wissenswerte zum luxuriösen Gaming-Monitor verrät der Testbericht.

Auf der Consumer Electronics Show 2021 präsentierte Asus den ROG Swift PG32UQ erstmals, welcher im Produktportfolio das günstigere Schwestermodell des Mini-LED-Monitors PG32UQX darstellt. Ende November 2021 startete er für 999 Euro im hiesigen Handel. Zum Testzeitpunkt beträgt der Preis 1.049 Euro (hier kaufen), was weitaus weniger gegenüber dem mehr als 3.000 Euro teuren PG32UQX ist.

Das Non-X-Modell kommt ohne Mini-LEDs und entsprechend mit einer deutlich niedrigeren Helligkeit daher, bietet aber ansonsten die gleichen Bildschirm-Highlights: ein 32-Zoll-Panel mit 4K-Auflösung (bzw. UHD), 144 Hertz, Quantum Dots und mehr.

In diesem Segment existiert derzeit nicht allzu viel Konkurrenz. Zum Beispiel gibt es da den Dell G3223Q ohne Quantum Dots für 759 Euro, den MSI Optix MPG321URDE-QD für 1.099 Euro und den BenQ Mobiuz EX3210U für 1.259 Euro. Der Asus ROG Swift PG32UQ stellt hier die günstigste Option mit Quantum Dots dar, auch wenn der Abstand zur Konkurrenz nicht groß ausfällt. Das günstigste Mini-LED-Modell mit vergleichbaren Eckdaten ist zum Testzeitpunkt der Porsche Design Agon Pro PD32M für knapp 2.000 Euro.

Lieferumfang

  • Monitor
  • DisplayPort-1.4-Kabel + HDMI-2.1-Kabel
  • Netzteil + Stromkabel
  • USB-Uplink-Kabel
  • Garantiekarte + Schnellstartanleitung
  • ROG-Sticker
  • Kalibrierungs-Bericht

Design, Ergonomie und Anschlüsse

Der taiwanische Hersteller setzt auf einen auffällig breiten Standfuß in Y-Form und auch das große ROG-Logo auf der Rückseite macht deutlich, dass es sich um einen Gaming-Monitor handelt. Bei Bedarf kann das hintere Logo beleuchtet werden und die bunten LEDs lassen sich sogar mit Aura Sync synchronisieren. Inklusive Standfuß misst der Monitor 72,8 × 55,2 × 29,25 Zentimeter und wiegt rund 9,7 Kilogramm.

Um zehn Zentimeter ist der Monitor in der Höhe verstellbar, der Schwenkradius beträgt +/- 25 Grad. Zudem kann man ihn um fünf Grad nach vorne und um 20 Grad nach hinten neigen. Eine 90-Grad-Drehung (Pivot) erlaubt der Swift PG32UQ größenbedingt nicht. Die Verwendung einer alternativen Halterung oder eine Wandmontage sind aber gemäß dem VESA-Raster 100×100 möglich.

Hinsichtlich der Anschlüsse weist das Modell zweimal aktuelles HDMI 2.1 sowie einmal DisplayPort 1.4 auf. Des Weiteren gibt es eine Klinkenbuchse, zwei USB-3.0-Ports (Typ A) und den dazugehörigen USB-Uplink. Die Anschlüsse werden durch eine leicht entfernbare Abdeckung versteckt und Kabel lassen sich durch eine Öffnung im Standfuß führen. Asus hat außerdem zwei Fünf-Watt-Lautsprecher verbaut. Letztere klingen passabel, von Hörgenuss kann aber nicht die Rede sein. Leider wurde trotz des hohen Preises auf USB-C verzichtet.

Eigenschaften und Bildqualität

Der 32 Zoll (0,81 Meter) große Flachbildschirm von AU Optronics basiert auf IPS-Technologie und ist im 16:9-Format gehalten. Die UHD-Auflösung entspricht demnach 3.840 × 2.160 Pixeln, was eine hohe Pixeldichte von circa 137 Pixeln pro Zoll ergibt. Asus bedient hier also eine Zielgruppe, die mit gekrümmten Bildschirmen und dem Ultrawide-Format nicht viel anfangen kann. Standardmäßig beträgt die Bildwiederholrate bis zu 144 Hertz und neben Unterstützung von FreeSync Premium Pro ist der Monitor auch G-Sync-kompatibel.

Über das Monitormenü lässt sich die Bildwiederholrate auf 155 Hertz anheben, allerdings zählt dies als Übertaktung, weshalb nicht bei jedem Exemplar eine fehlerfreie Anzeige gewährleistet werden kann. Bei unserem Testmodell traten mit 155-Hertz-Einstellung aber keine Probleme auf. HDMI 2.1 limitiert in UHD auf 120 Hertz, jedoch eignet sich diese Schnittstelle ohnehin mehr für den Anschluss einer PlayStation 5 oder Xbox Series X – ein passender Konsolenmodus ist mit an Bord. Wird stattdessen ein PC per DisplayPort 1.4 verbunden, kommt bei voller Auflösung und Bildwiederholrate zwangsweise Display Stream Compression zum Einsatz.

Eine Angabe zur Grau-zu-Grau-Latenz existiert nicht, lediglich der MPRT-Wert wird mit einer Millisekunde angegeben. Die Reaktionszeiten wirkten im UFO-Test ziemlich flott, mangels Messgerät konnten wir sie aber nicht überprüfen. Eine leichte Schlierenbildung blieb aber auch bei diesem Premium-Modell erkennbar. Asus stellt fünf Overdrive-Stufen zur Auswahl, standardmäßig ist Stufe 3 voreingestellt. Diese stellte sich auch als beste Wahl heraus, da bereits bei Stufe 4 leichte und bei Stufe 5 starke Artefakte auftraten.

Die Quantum-Dot-Beschichtung sorgt für eine größere Farbraumabdeckung und laut Datenblatt deckt der Bildschirm sRGB zu 160 Prozent und DCI-P3 zu 98 Prozent ab. Dem Monitor liegt ein Kalibrierungs-Zertifikat bei, welches unserem Testmodell im sRGB-Profil eine 99-prozentige Abdeckung sowie einen Delta-E-Wert von 0,92 bescheinigt.

Helligkeit und HDR

Der Hersteller gibt die SDR-Helligkeit mit 450 Nits und die Maximalhelligkeit (HDR) mit 600 Nits an. Wir haben im SDR-Betrieb maximal 416 Nits in der Bildmitte gemessen, durchschnittlich waren es 382 Nits. Im HDR-Betrieb erzielte der Gaming-Monitor höchstens 651 Nits und zwar bei einem mittigen Weißfeld, das zehn Prozent der Fläche abdeckte. Bei Vollbildweiß zeigte das Messgerät in der Mitte noch 644 Nits an. Selbst in den Eckbereichen schaffte der Asus ROG Swift PG32UQ noch rund 550 Nits.

SDR-Helligkeitsmessung des PG32UQ.

Gegensätzlich zum Mini-LED-Modell bietet der Monitor kein Full Array Local Dimming, sondern eine seitliche Hintergrundbeleuchtung mit 16 Dimming-Zonen. Bei Extremsituationen (bewegter weißer Kreis auf schwarzem Hintergrund) ist ein Halo-Effekt erkennbar, im normalen Gaming-Einsatz fielen uns die wenigen Dimming-Zonen jedoch nicht auf.

Die HDR-Darstellung kann sich sehen lassen, wenngleich Mini-LED-Modelle mit mehr als doppelt so hoher Helligkeit noch spürbar eine Schippe drauflegen. Besonders Rennspiele wie Forza Horizon 5 sind in HDR bei voller Auflösung und mit hoher Bildwiederholrate ein Augenschmaus. 4K-Gaming mit mehr als 60 Bildern pro Sekunde setzt bei modernen Titeln allerdings ein aktuelles High-End-System voraus.

Stromverbrauch und Bedienung

Dem Energielabel zufolge verbraucht der Asus ROG Swift PG32UQ im SDR-Betrieb 42 Kilowattstunden pro 1.000 Stunden bzw. 88 Kilowattstunden im HDR-Betrieb. Auf der Produktseite gibt der Hersteller die Leistungsaufnahme mit 52 Watt an. Das externe Netzteil ist für maximal 180 Watt ausgelegt. Unser Testexemplar genehmigte sich bei voller SDR-Helligkeit circa 69 Watt, bei 50-prozentiger Helligkeitseinstellung rund 50 Watt. Im HDR-Betrieb stieg der Stromverbrauch allerdings auf stolze 100 Watt.

Zur Bedienung gibt es einen Fünf-Wege-Joystick sowie vier Tasten. Letztere dienen als Schnellzugriff auf bestimmte Funktionen, das On-Screen-Display wird hauptsächlich über den Joystick bedient. Die Einstellungsmenüs sind logisch strukturiert und umfassen zahlreiche Funktionen, etwa einen FPS-Zähler, einen Scharfschützenmodus (Zoom in der Bildmitte) und Shadow Boost. Durch die Windows-Software DisplayWidget lassen sich die Einstellungen auch mit der PC-Maus ändern.

Fazit

Der Asus ROG Swift PG32UQ eignet sich für jene, die nach einem zukunftssicheren Gaming-Monitor suchen und ggf. auch ohne Kompromisse eine aktuelle Konsole anschließen möchten. Angesichts der gebotenen Eigenschaften wirkt der Preis von rund 1.000 Euro (hier kaufen) fair, zumal dies für viele auch die Schmerzgrenze sein dürfte.

Vergleichbare Mini-LED-Modelle kosten derzeit mindestens 1.000 Euro mehr und bieten dafür eine deutlich höhere Helligkeit und besseres HDR. Aus unserer Sicht genügt die Helligkeit des PG32UQ im Alltag sowie für Gaming, auch der HDR-Effekt ist ausreichend. Wer diesbezüglich mehr möchte, muss mindestens die doppelte Summe für einen Monitor ausgeben. Warum Asus auf USB-C als Anschlussmöglichkeit verzichtet hat, ist allerdings unverständlich.

Sofern die nötige Systemleistung vorhanden ist, entfaltet der Monitor sein Potenzial. Spiele in 4K mit satten Farben und butterweicher Bildrate zu erleben, lässt jedes Gaming-Herz höher schlagen – das hat seinen Preis, aber das Gesamtpaket überzeugt.

Monitore
Allround-PC.com Award
05/2022
Asus ROG Swift PG32UQ
Empfehlung

Pro

  • hohe Auflösung und Bildwiederholrate
  • übertaktbar auf 155 Hertz
  • HDMI 2.1 und Konsolenmodus
  • große Farbraumabdeckung dank Quantum Dots
  • gute Helligkeit

Contra

  • kein USB-C
  • recht hoher Stromverbrauch (HDR)
  • HDR-Effekt nicht auf Spitzenniveau

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