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Ecovacs Deebot X1e Omni im Test: Eine Frage des Preises

Wie schlägt sich das abgespeckte Flaggschiff?

Der neue Ecovacs Deebot X1e Omni will mit seiner umfangreichen Reinigungsstation für einen hohen Komfort sorgen und euch lästige Aufgaben abnehmen. Gegenüber dem Deebot X1 Omni (man achte auf das fehlende „e“ im Namen) speckt der Saugroboter jedoch zugunsten eines günstigeren Preises etwas ab. Doch was genau hat sich beim e-Modell verändert? Und hat Ecovacs womöglich an den falschen Stellen gespart? Wir haben den ausführlichen Test für euch gemacht.

Es war der Trend im letzten Jahr: Saugroboter mit einer Station, die euch einige Aufgaben abnimmt und so den Reinigungskomfort steigern soll. Beim derzeitigen Ecovacs-Flaggschiff, dem Deebot X1 Omni, wird nicht nur der Staub automatisch abgesaugt und der Wasserbehälter aufgefüllt, sondern auch die Wischtücher gereinigt und anschließend mit heißer Luft getrocknet. Doch diese Bequemlichkeit hat auch ihren Preis, weswegen Ecovacs mit dem Deebot X1e Omni nun ein etwas abgespecktes Modell zum günstigeren Preis auf den Markt wirft.

Die UVP des Deebot X1e Omni liegt bei 1.299 Euro, doch zum Marktstart bietet Ecovacs den Saugroboter mit 35 % Rabatt + Gratis-Zubehör für 849 Euro bei Amazon an. Die Frage ist dann nur, wie viel er nach der Preisaktion kosten wird, da der Deebot X1 Omni mit derzeit 1.070 Euro nur unweit entfernt ist.

Im Lieferumfang befinden sich neben Saugroboter inklusive zwei Seitenbürsten und der Omni-Station noch ein ausführliches Handbuch, ein kleines Reinigungswerkzeug sowie eine Reinigungsbürste (zwischen den Wassertanks). Ersatzteile oder weiteres Zubehör, wie beispielsweise zusätzliche Filter, Wischaufsätze, etc. sind leider nicht mit dabei.

Ecovacs Deebot X1e – Der Saugroboter

Auf den ersten Blick könnte man vermuten, dass Ecovacs den Deebot X1 einfach in ein weißes Kleid gesteckt hat. Doch ein genauerer Blick auf den Saugroboter offenbart, dass es sich hierbei um ein neues Modell handelt. Zwar fällt der Funktionsumfang nahezu identisch zum „normalen“ X1 aus, doch beim Design zeigen sich feine Unterschiede.

Links: X1e Omni, Rechts: X1 Omni

Das Äußere ähnelt stark der Deebot T10-Serie, der aktuellen (oberen) Mittelklasse von Ecovacs. Dass der X1e jedoch mehr Leistung unter der Haube zu bieten hat, können wir jetzt schon mal verraten – mehr Details später. Der Saugroboter ist rundum in Weiß gehalten, nur die Frontsensorik sorgt für leichte Akzente in Schwarz. Das Design gefällt, nur Verunreinigungen zeigen sich eben etwas deutlicher auf dem Saugroboter.

Umfangreiche Sensorik mit Objekterkennung

Wie auch beim Deebot X1 setzt Ecovacs beim X1e auf einen großen Frontbumper, zwei seitliche Wandsensoren und eine Kamera-basierte Objekterkennung. Ein kleiner, aber feiner Unterschied zeigt sich hier auf technologischer Seite, da mit AIVI 3.0 statt AIVI 3D die dedizierte 3D-Sensorik wegfällt. Dennoch soll der Ecovacs Deebot X1e Omni bis zu 30 Arten von Gegenständen erkennen und umfahren können. Auch eine Heimüberwachung per App ist weiterhin möglich, z.B. wenn ihr im Urlaub seid.

Auf der Oberseite sticht besonders der Lidar-Turm hervor, mit dessen Lasersensorik sich der Saugroboter in euren Räumlichkeiten orientiert. Damit wächst er jedoch auch auf eine Höhe von 10,35 Zentimeter an. Unter der glänzenden Oberseite, die magnetisch auf dem Saugroboter festhält und ihm einen schicken Look verleiht, versteckt sich der 400 Milliliter große Staubbehälter. Auch ein Ein-/Ausschalter, eine WLAN-LED und ein Reset-Button befinden sich dort. Zur Einrichtung ist hier zudem ein QR-Code platziert.

Intergrierter Wassertank? Fehlanzeige!

Was dem Deebot X1e Omni allerdings fehlt, ist ein integrierter Wassertank – und das ist wohl der größte Unterschied zum Deebot X1. Stattdessen werden die beiden Wischaufsätze, die sich im Heck befinden, immer wieder an der Station gereinigt und mit frischem Wasser befeuchtet. Ob sich das am Ende auch bei der Wischleistung bemerkbar macht, muss sich zeigen.

Zur Reinigung nutzt der Saugroboter eine schwimmend gelagerte Hauptbürste (Borsten-Gummilamellen-Mix) in Kombination mit zwei großen Seitenbürsten. Um auch etwas höhere Teppiche oder Türschwellen erklimmen zu können, gibt es zwei gefederte Gummiräder. Darüber hinaus sind Absturzsensoren und ein Ultraschallsensor zur Teppicherkennung mit an Bord.

Zum Starten der Reinigung könnt ihr entweder die App nutzen, und dort das volle Potenzial des Saugroboters auskosten, oder den Button auf der Oberseite vom Deebot X1e Omni betätigen. Darüber lässt sich die Reinigung auch pausieren oder der Roboter zurück zur Station leiten.

Umfangreiche Omni-Station

Die Omni-Reinigungsstation übernimmt Ecovacs hingegen 1:1, wenn auch passend zum Saugroboter mit einer weißen Lackierung. Damit fügt sie sich unserer Meinung nach etwas besser in Räumlichkeiten ein und wirkt trotz der Maße von 575 x 445 x 400 Millimeter (H x B x T) nicht ganz so massiv.

Doch dafür kann sie euch am Ende auch einige Aufgaben abnehmen und so den gesammelten Staub absaugen, die Wischtücher reinigen, das schmutzige Wasser auffangen und die Tücher nach der Reinigung mit heißer Luft trocknen. Nur das Auffüllen des Wassertanks im Saugroboter fällt beim X1e weg, weswegen der Saugroboter daher mit angefeuchteten Wischaufsätzen loszieht.

Unter der oberen Klappe befinden sich ein vier Liter großer Frischwassertank und ein vier Liter Schmutzwassertank. Dazwischen sitzt noch ein Zubehörfach mit einer Reinigungsbürste. Der drei Liter große Einweg-Staubbeutel versteckt sich wiederum hinter einer Klappe, direkt über dem Saugroboter-Carport. Eine beutellose Nutzung, so wie beispielsweise beim Roborock S7 Plus, ist beim Deebot X1e Omni nicht vorgesehen. Die Einwegbeutel verursachen zwar zusätzlichen Müll, sind dafür aber hygienischer und allergiefreundlicher.

Darüber hinaus befinden sich noch drei Touch-sensitive Schaltflächen im vorderen Bereich der Oberseite. Darüber könnt ihr unter anderem die Reinigung beginnen/unterbrechen und den Saugroboter während einer Reinigung zurück zur Station rufen. Auch eine Selbstreinigung der Station lässt sich starten – mehr Details gibt es im Handbuch.

App mit Karten, Saugmodi und Feintuning

Damit ihr alle Funktionen des Ecovacs Deebot X1e Omni nutzen könnt, solltet ihr euch die Ecovacs-App herunterladen (verfügbar für Android und iOS). Zwar ist dafür eine Account-Registrierung nötig, doch im Gegenzug werden dann alle Einstellungen darin gespeichert – auch wenn ihr mal das Smartphone wechselt. Die Einrichtung des Saugroboters ist in wenigen Minuten über den QR-Code (unter der magnetischen Oberseite) möglich.

Die App ist übersichtlich gestaltet und besitzt einen modernen Look. Das Menü-Design könnte zwar noch etwas intuitiver ausgearbeitet sein, doch dafür sind alle wichtigen Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten mit an Bord. Für unseren Test haben wir übrigens ein Oppo Find X5 Pro (Test) mit App-Version 2.3.8 genutzt.

Die wichtigsten Funktionen:

Im ersten Schritt empfehlen wir euch die Erst-Kartierung. Hierbei erkundet der Saugroboter eure Räumlichkeiten und kreiert daraus eine erste, grobe Karte, die ihr anschließend ganz nach euren Wünschen anpassen könnt: Räume trennen, zusammenfügen, benennen. In unserem Redaktionsbüro mit einer Grundfläche von 120 m² hat dieser Vorgang knapp 10 Minuten gedauert.

Vor der ersten Reinigung empfiehlt es sich auch, eine Raumreihenfolge zu hinterlegen und ggf. Sperrzonen sowie virtuelle Wände hinzuzufügen. Nach der ersten Reinigung wird dann auch die 3D-Karte freigeschaltet, in der ihr Möbel hinzufügen könnt. Über den Ecovacs-eigenen Sprachassistenten YIKO lässt sich dann eine dedizierte Reinigung unter Möbeln starten, z.B. unter dem Wohnzimmertisch nach eurem „snaccident“ [snack-ci-dent].

Mit dem integrierten Kamerasystem könnt ihr im Übrigens auch ein Videotelefonat führen. Erwartet jedoch keine allzu hohe Sprachqualität. Viel praktischer ist da schon eher die automatische Patrouillefunktion zur „Heimüberwachung“, beispielsweise während einem Urlaub. Alternativ könnt ihr den Deebot X1e auch selbst steuern und checken, ob z.B. alle Fenster geschlossen sind oder das Haustier Quatsch macht. Wer möchte, kann den Saugroboter auch mit dem optionalen, Ecovacs-eigenen Sprachassistenten YIKO steuern. Alternativ werden noch Amazon Alexa und der Google Assistant unterstützt.

Saugleistung & Navigation

Mit bis zu 5.000 Pa liegt die Saugleistung des Ecovacs Deebot X1e Omni auf einem Top-Niveau, zumindest theoretisch. Doch auch in der Praxis macht der Saugroboter eine gute Figur. Die schwimmend gelagerte Hauptbürste in Kombination mit zwei großen Seitenbürsten sorgt für eine effektive Reinigung und nimmt selbst aus Ecken möglichst viel Schmutz mit. Die Standardstufen reicht dabei schon für das alltägliche Saugen und Wischen, für stärkere Verschmutzungen stehen die höheren Stufen zur Verfügung.

Die Navigation ist durch die Kombination aus Lasersensorik und Kameraerkennung ausgesprochen präzise. Die beiden Wandsensoren sorgen zusätzlich dafür, dass der Deebot X1e Omni präzise an Wänden, Möbeln oder Gegenständen entlang fährt. Auch feinere Stuhlbeine oder flache Tischbeine stellten sich nicht als Problem heraus. Durch die Kamera in der Front kann er Objekte gut erkennen, um sie sachte zu umfahren. Dadurch knallt der Saugroboter mit seinem Bumper zwar nicht gegen jedem Gegenstand, braucht aber auch ein bisschen mehr Zeit.

Präzise Navigation mit halbherziger Teppicherkennung

Am Ende seid ihr durch die Kameraerkennung allerdings auf der sicheren Seite, wenn sich beispielsweise mal eine Socke unter die Kommode verirrt hat. Andere Saugroboter würden diese genüsslich einsaugen und ihre Reinigung im „worst case“ dann pausieren. Der Deebot X1e Omni lässt sich hingegen problemlos starten, auch wenn ihr mal nicht zu Hause sein solltet. Wir würden uns jedoch noch freuen, wenn die App auf der Karte auch anzeigen könnte, wenn spezielle Gegenstände erkannt wurden – das macht Roborock beim S7 MaxV Ultra beispielsweise etwas komfortabler.

Etwas überrascht hat uns jedoch die Teppicherkennung, allerdings leider im negativen Sinne. Trotz dediziertem Ultraschallsensor reinigte der Saugroboter auch gern mal unsere niederflorigen Gaming-Chair-Teppiche mit. Hin und wieder fuhr er zwar an die Teppichkante heran, erkannte den veränderten Untergrund und setzte den Rückwärtsgang ein, doch das war eher selten der Fall. Bei hochflorigen Teppichen war die Erkennung hingegen sehr präzise. Hier muss Ecovacs also noch etwas Feintuning betreiben, was sich fix über ein Software-Update einspielen lässt.

Testläufe in der Redaktion

In unserem Redaktionsbüro reinigte der Deebot X1e Omni (Saugen + Wischen) durchschnittlich 73 m² in 98 Minuten. Das ist im direkten Vergleich zum großen Bruder X1 Omni ein solider Wert, nur gegenüber der Konkurrenz in Form des Roborock S7 Pro Ultra hängt der X1e Omni noch leicht hinterher. Viel Zeit lässt der Saugroboter leider beim immer wiederkehrenden Anfeuchten der Wischmopps liegen, da er alle 10 Minuten (bei „Täglich“-Modus) an die Station fahren muss. Da das Moppwaschen und Anfeuchten zwischendurch von der App jedoch nicht beachtet wird, liegt die effektive Reinigungsdauer (Saugen + Wischen) bei uns durchschnittlich bei zwei Stunden.

Ohne den Wischmodus, also beim reinen Saugen, brauchte der X1e Omni durchschnittlich 89 Minuten und hat dabei 80 m² gereinigt. Zwar fiel die Gesamtfläche durch die zusätzlichen Teppichbereiche höher aus, doch ohne das andauernde Anfeuchten der Wischmopps konnte der Saugroboter einen Großteil der Zeit einsparen.

Wischleistung

Zum Wischen besitzt der Deebot X1e Omni zwei magnetische Mopps im Heck, die mit 180 Umdrehungen pro Minute rotieren. Sie sorgen mit ihrer flauschigen Oberfläche zwar für ein gutes Staubwischen, können hartnäckige Verunreinigungen jedoch nur oberflächlich „abschrubben“. Zudem arbeitet das Wisch-Duo mit einem Abstand von ca. 6 bis 8 Zentimeter. Diesen Bereich, und vor allem Ecken, müsst ihr dann selbst wischen.

Durch den fehlenden Wassertank im Saugroboter werden die Wischtücher jedoch während der Reinigung nicht kontinuierlich mit frischem Wasser versorgt. Und tatsächlich sind die Aufsätze (bei Standard-Nässe) dann nach spätestens zehn Minuten auch trocken, weswegen der X1e an seine Omni-Station fahren muss. Dort werden die Mopps dann zwar gereinigt und wieder angefeuchtet (Dauer: ca. 90 Sekunden), doch besonders bei größeren Räumlichkeiten häuft sich das andauernde Zwischen-Anfeuchten an und sorgt dann für ein ordentliches Zeit-Plus.

Das Anpassen des Reinigungsintervalls auf Effizient (alle 15 Minuten) würde die gesamte Reinigungsdauer sicherlich verringern, doch dafür müssten die Wischpads wohl auch auf eine „hohe“ Nässe eingestellt werden, um länger feucht zu bleiben. Es zeigt sich also, dass der Deebot X1e Omni eher für kleinere Räumlichkeiten gemacht ist, oder für alle, die auf das Wischen einen nicht ganz so großen Wert legen.

Wischen, oder nicht wischen? Das ist hier die Frage ..

Leider kann auch der Deebot X1e Omni seine Wischringe nicht anheben, so wie es Dreame beim L10S Pro oder Roborock beim S7 Pro Ultra beispielsweise ermöglicht. Daher sollte er Teppiche, ganz egal, ob einzeln im Raum liegend oder vollständig in einem Raum verlegt, auslassen. Wer diese Bereiche trotzdem saugen lassen möchte, muss die magnetischen Wischaufsätze vor der Reinigung abnehmen. Da der Sauger allerdings mit einem Tastendruck selbst aus der Station herausfährt und danach wieder zuverlässig selbst hineinfindet, hält sich der Aufwand in Grenzen.

In unserem Redaktionsbüro hat der Saugroboter knapp zwei Drittel des vier Liter großen Frischwassertanks aufgebraucht. Für die nächste Reinigung war ein Auffüllen also notwendig. Wenn ihr eine kleinere Bude besitzt, können dementsprechend natürlich auch mehrere Reinigungsvorgänge mit einer Tankfüllung möglich sein.

Einen ausgesprochen praktischen Vorteil hat die Omni-Station jedoch: Die Trocknung der Wischaufsätze mit heißer Luft für zwei, drei oder vier Stunden. Das beugt einer Bakterien- und Schimmelbildung vor und erspart euch das eher lästige, manuelle Herausnehmen der Aufsätze zum Trocknen.

Akkulaufzeit

Mit dem 5.200 mAh großen Akku soll der Deebot X1e Omni für bis zu 260 Minuten durchhalten. Die reale Akkulaufzeit ist jedoch vor allem von euren Räumlichkeiten und den persönlichen Anforderungen an die Reinigung abhängig. In unserem Redaktionsbüro verbrauchte der Saugroboter während der Testläufe in den Standardmodi für Saugen und Wischen sowie Standard-Nässe und Täglich-Reinigungsintervall (alle 10 Minuten) durchschnittlich 75 % seines Akkus. Beim reinen Saugen, also ohne zwischenzeitliches Anfeuchten, dafür jedoch mit etwas mehr Fläche durch die Teppichbereiche, wurden durchschnittlich 42 % verbraucht.

Somit könnte der Ecovacs Deebot X1e Omni in unserem Fall hochgerechnet bis zu 100 m² mit einer Akkuladung reinigen, wenn er wischt und alle 10 Minuten das Tuch waschen sowie nachfeuchten lässt. Im reinen Saugmodus wären bis zu 190 m² möglich, ehe der Saugroboter wieder an die Station zum Aufladen muss. Die Ladedauer fällt mit bis zu 6,5 Stunden durchschnittlich aus.

Lautstärke

Im reinen Saugmodus soll der Deebot X1e Omni laut Ecovacs maximal 66 dB erreichen, mit aktiviertem Wischen werden bis zu 68 dB angegeben. Mit unserem Pegel-Messgerät konnten wir bis zu 66 dB im Maximal+ Modus ermitteln, im Normal-Modus war der Saugroboter mit 56 dB deutlich leiser unterwegs. Im Leise-Modus reguliert sich der Sauger weiter, allerdings stehen dann die Fahrgeräusche vor allem im Vordergrund, weswegen der Unterschied mit gemessenen 55 dB eher gering ausfällt.

Das Absaugen an der Station erreichte bis zu 71 dB, was im Vergleich zu anderen Modellen mit Station ein normaler Wert ist. Auch das Moppreinigen mit 56 bis 62 dB sorgt für keinen übermäßigen Lärm. Wirklich kaum wahrnehmbar ist allerdings die Trocknung mit heißer Luft, welche leise im Hintergrund arbeitet.

Fazit

Der Ecovacs Deebot X1e Omni kann zwar mit einem sehr umfangreichen und komfortablen Gesamtpaket punkten, macht für einen geringeren Preis jedoch auch kleinere Abstriche. So können Saugleistung, Navigation und 3D-Objektumfahrung in der Praxis überzeugen, doch durch das andauernde Nachfeuchten der Wischtücher wird viel Zeit „verplempert“. Dennoch ermöglicht der Deebot X1e Omni ein solides Staubwischen, kann die Aufsätze in seiner Station reinigen und am Ende sogar per Heißluft trocknen lassen. Es werden euch also auch hier einige Aufgaben abgenommen, die sonst eher lästig sind.

Etwas Feintuning könnte jedoch noch die Teppicherkennung gebrauchen, die in unserem Fall nicht immer präzise gearbeitet und so den ein oder anderen Teppich auch mal mitgewischt hat. Bedenkt zudem, dass der Deebot X1e Omni seine Wischtücher nicht anheben kann – zum Saugen der Teppiche müsst ihr diese vorher also manuell abnehmen.

Am Ende ist der Ecovacs Deebot X1e Omni für derzeit 850 Euro (zeitlich limitierter Angebotspreis) vor allem für das gelegentliche Wischen in eurer Bude geeignet, dann erwartet euch ein sehr leistungsstarker Saugroboter mit smarten Einstellungsmöglichkeiten in der App. Wer den Boden hingegen öfter wischen lassen und etwas größere Räumlichkeiten abdecken möchte, sollte den (eher geringen) Aufpreis zum Deebot X1 Omni (derzeit 1.070 Euro) zahlen.

Es kommt also darauf an, zu welchem Preis der Deebot X1e Omni verfügbar ist. Wird der Unterschied zum „normalen“ X1 Omni zu gering, lohnt sich das Upgrade. Wenn ihr 100-200 Euro sparen könnt, dann reicht auch der X1e Omni vollkommen aus. Als Alternative bietet sich ansonsten der Roborock S7 Pro Ultra an, welcher eine ebenfalls komfortable Reinigungsstation besitzt und seinen vibrierenden Wischaufsatz sogar anheben kann, dafür allerdings auf eine 3D-Objektumfahrung verzichtet und den Mopp im Nachhinein nicht mit Heißluft trocknen lässt.

Pro

  • starke Saugleistung
  • komfortables Gesamtpaket
  • umfangreiche Reinigungsstation
  • effektive 3D-Objektumfahrung
  • präzise Kartierung
  • vielseitige App
  • Wischtücher werden getrocknet
  • solides Staubwischen mit rotierenden Aufsätzen

Contra

  • Nachfeuchten der Wischtücher kostet Zeit
  • Wischtücher müssen für Teppiche abgenommen werden
  • App könnte noch etwas Feintuning vertragen
  • Absaugstation nur mit Einwegbeutel nutzbar
  • Teppicherkennung noch ausbaufähig

Beitrag erstmals veröffentlicht am 27.01.2023

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Leonardo Ziaja Portrait Leonardo Ziaja stellv. Chefredakteur

Ist vor allem für die Bereiche Smartphones und Mobile zuständig, testet aber auch andere Hardware-Highlights wie Gehäuse, Prozessoren und Mainboards. Darüber hinaus sorgt er für hochwertige Bilder in unseren Testberichten.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher, weiblicher und diverser Sprachformen (m/w/d) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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