Oppo zeigt ausrollbares Smartphone und neue AR-Brille

Zwei spannende Konzepte vom Oppo Inno Day 2020! 5 Min. lesen
News oppo  / Leonardo Ziaja

Auf dem Inno Day 2020 stellte Oppo heute einige Neuheiten vor, darunter ein ausrollbares Smartphone-Konzept mit flexiblem Display und eine smarte Brille für Augmented Reality. Wir haben uns den Livestream angesehen und euch die wichtigsten Inhalte hier kompakt zusammengefasst.

Ein großer Fokus bei Oppo liegt nicht nur auf leistungsfähigen Geräten, wie beispielsweise dem Find X2 Pro (Test), sondern auch innovativen Produkten für die Zukunft. Hierfür gibt es den Oppo Inno Day, der nach 2019 nun zum insgesamt zweiten Mal veranstaltet wird. Die erste Neuheit ist die „3+N+X“-Strategie, mit der Oppo in Zukunft arbeiten möchte. Hier eine schnelle Übersicht: die 3 steht für Hardware, Software und Services (wie Cloud Computing, Machine Learning, Big Data), das N steht für essenzielle Fähigkeiten wie AI, Security und Privacy, Multimedia und Interconnectivity, das X steht für unterschiedliche Technologien wie das Flash Charging, neue Design-Formen und mehr.

Der Oppo Inno Day 2020 bringt jedoch auch ganz konkrete Neuheiten hervor, so beispielsweise die neuen AR Glass 2021 und das X 2021 Smartphone-Konzept. Zuerst jedoch eine spannende Nachricht: den im Juli vorgestellten SuperVooc Mini Charger mit 50 Watt Leistung wird in China ab dem 12. Dezember erhältlich sein – vielleicht bald auch in Europa und Deutschland?

Oppo AR Glass 2021

Das erste Highlight des Inno Day 2020 sind die neuen AR Glass(es) für Augmented Reality Inhalte. Die smarte Brille besitzt ein recht futuristisches, aber dennoch stilvolles Design. Bereits letztes Jahr hat Oppo ein erstes Modell gezeigt, nun folgt die neuste Version mit einigen Verbesserungen. Besonders das „Split Design“ steht dabei im Fokus, wodurch die Brille rund 75 % leichter wird und 40 % mehr CPU- sowie GPU-Leistung erhält.

Oppo setzt zudem auf die sogenannte „Birdbath Optical Solution“, die für mehr Kontrast, ein schärferes Bild und ein größes FOV („field of view“ = Sichtbereich) sorgen soll. Am Ende soll dann ein Bildbereich entstehen, der einem 90 Zoll Bildschirm in einer Entfernung von drei Metern entsprechen soll. Die dafür nötige Hardware sitzt auf der Oberseite und spiegelt das Bild dann über 90 Grad in den Augen-Sichtbereich.


Eine weitere Neuheit ist die räumliche Lokalisierungsberechnung und lokale Kartierungsberechnung, die über eine Fisheye- und ToF-Kamera gelöst wird. ToF-Sensoren kennen wir bereits aus Smartphones, dort sind sie für Tiefeninformationen zuständig – bei den AR Glass ist die Aufgabe ähnlich. Die Berechnungen sind laut Oppo in „real-time“, also in Millisekunden, durchgeführt. Die Präzision soll dadurch im Bereich der Zentimeter liegen, ganz konkret liegt die Angabe innerhalb von einem Grad (1°). Darüber hinaus gibt es ein Handtracking, welches mit 21 Markierungen arbeitet und so die Handbewegungen als Steuerung umsetzt.

Alternativ kann auch ein Oppo Find X2 Pro angeschlossen und als Eingabegerät genutzt werden. Neben der Handsteuerung kann das Oppo AR Glass 2021 dann auch mit Touch-Eingaben, also beispielsweise Streichen und Tippen, verwendet werden – wie bei einer TV-Fernbedienung. Zudem hat Oppo mit CybeReal direkt eine erste Anwendung präsentiert, mit der reale Gegenstände in Echtzeit (!) zu einem digitalen 3D-Modell werden.

Oppo X 2021 – Smartphone-Konzept

Darüber hinaus hat Oppo auch ein neues Smartphone-Konzept vorgestellt, das auf ein flexibles Display setzt. Es ist das erste Design von Oppo, das auf solch ein Format setzt und könnte in Zukunft als massentaugliches Smartphone erscheinen. Während bisherige Geräte mit einem flexiblen Display eher ein Foldable waren, sich also auf- oder zuklappen ließen, präsentiert Oppo nun ein Konzept mit einem rollbaren Display. Auf den ersten Blick wirkt das Smartphone „ganz normal“, bis der Finger auf der rechten Seite nach oben gewischt wird und das Gerät plötzlich in der Breite wächst. Ein Video zeigt ganz gut, wie flüssig und sauber der Übergang ist:


Technisch ist die Umsetzung sehr beeindruckend. Oppo setzt auf einen „Powertrain“ im Inneren, dieser Motor sorgt für eine konstante Kraft und lässt das flexible Display aus der linken Seite herausfahren. Durch einen Scroll-Durchmesser von 6,8 mm soll, so Oppo, keine „crease“ – also Falte – entstehen. Für die nötige Stabilität unter dem Display sorgt eine 2-in-1 Platte, die das flexible Panel ohne Zwischenräume unterstützen soll (siehe Fotos).

Links: die 2-in-1 Plate, Rechts: die beiden „Powertrain“-Motoren

Der OLED-Bildschirm an sich besitzt eine Größe von 6,7 bis 7,4 Zoll, je nachdem ob das Smartphone ein- oder ausgefahren ist. Unter dem Display setzt Oppo auf das sogenannte „Warp Track“, das dem Display eine gewisse Festigkeit verleihen soll. Das Laminat besteht aus hochfestem Stahl, der an der dünnsten Stelle nur 0,1 mm dick ist und wie eine Raupenkette unter dem Display sitzt – eine interessante Lösung. Ein sehr feines, aber dennoch schickes Detail: der grüne Ladeanschluss auf der Unterseite. Ansonsten zeigen sich eine Triple-Kamera und eine Art diagonales Design auf der Rückseite.

Die Oppo-Zukunft wird spannend!

Sowohl das Oppo AR Glass 2021 als auch das ausrollbare Smartphone Oppo X 2021 sind zunächst erstmal Konzepte. Beide Geräte zeigen, woran Oppo arbeitet und was der Hersteller in den nächsten Jahren für neue Produkte einplant. Für die AR-Brille soll jedoch bereits nächstes Jahr ein eigenes Entwicklungsprogramm starten, ist damit auch ein Marktstart nicht mehr weit entfern? Wir sind auf jeden Fall auf beide Geräte gespannt! Was ist eure Meinung zu den beiden Konzepten, ist das der richtige Weg in die Zukunft?



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