Auf der alljährlichen Keynote im September hat Apple einige Neuheiten präsentiert. Im Fokus standen dabei vor allem das neue iPhone 13, das redesignte iPad Mini und die Watch Series 7. Dazu kommt ein aufgefrischtes iPad der 9. Generation. Wir haben euch die wichtigsten Neuerungen kompakt zusammengefasst.

Ganz nach dem Motto „California Streaming“ hat erneut Apple-CEO Tim Cook die Keynote eröffnet und lang erwartete Produktneuheiten präsentiert. Besonders auf das neue iPhone 13, welches in vier Modellen an den Start gehen wird, haben Fans lange gewartet. Nachdem das Unternehmen aus Cupertino hier jedoch eher auf „Evolution statt Revolution“ setzt, hätte die neue Generation auch iPhone 12S heißen können.

Apple iPhone 13 (Mini): aufgefrischtes Design, neuer Chip, bessere Kamera

Apple übernimmt das Design der letzten Generation, verpasst dem neuen iPhone 13 jedoch feine Änderungen. Der kantige Aluminiumrahmen bleibt, auf der Rückseite gibt es jedoch fünf neue Farben: Weiß („Polarstern“), Anthrazit („Mitternacht“), Blau, Rosé und Rot. Die Front wird von einem 6,1 Zoll großen OLED-Bildschirm geziert, der laut Apple rund 28 % heller sein und eine HDR-Spitzenhelligkeit von 1.200 nits erreichen soll. Natürlich gibt es auch wieder ein Mini-Modell, welches über ein 5,4 Zoll OLED verfügt. Die Notch am oberen Displayrand verfügt weiterhin über Face ID zur Gesichtsentsperrung, allerdings hat Apple die Einkerbung um knapp 20 % geschrumpft.

Bilder: Apple

Unter der Haube kommt der neue A15 Bionic Chip zum Einsatz, der über sechs CPU-Kerne, 5 nm Strukturgröße und satte 15 Milliarden Transistoren verfügt. Dazu gibt es eine 4-Kern GPU und 16-Kern Neural Engine. Statt 64 GB als Einstiegsvariante gibt es beim iPhone 13 nun mindestens 128 Gigabyte Speicher, alternativ bietet Apple das Smartphone auch mit 256 GB oder sogar 512 GB an. Gegenüber dem iPhone 12 soll der Akku des iPhone 13 satte 2,5 Stunden länger durchhalten, für das Mini-Modell verspricht Apple immerhin 1,5 Stunden mehr Laufzeit. Geladen wird das Smartphone unter anderem kabellos mit bis zu 15 Watt über MagSafe, alternativ per Qi-Standard mit maximal 7,5W. Mit einem 20W Netzteil (optional) sind 50 % in 30 Minuten wieder im Akku, so Apple. Ansonsten sind Features wie die IP68-Zertifizierung zum Schutz vor Wasser und Staub sowie 5G natürlich weiterhin mit dabei.

Bilder: Apple

Die rückseitige Dual-Kamera ist nun nicht mehr vertikal, sondern diagonal angeordnet. Es kommt zwar erneut ein 12 MP Duo zum Einsatz, allerdings sind neue Sensoren mit an Bord. Die Hauptkamera erhält größere Subpixel und die Sensor-Shift-Stabilisierung vom iPhone 12 Pro (Max). Besonders Nachtaufnahmen sollen davon profitieren, laut Apple kann die Kamera bis zu 47 % mehr Licht einfangen. Die Ultraweitwinkelkamera bietet ein Sichtfeld von 120 Grad und eine f/2.4 Blende. Eine interessante Neuerung ist der „Cinematic Mode„, einfach gesagt ein Portraitmodus für Videos mit präziserer Fokussteuerung und nachträglicher Fokusanpassung. Statt 4K mit bis zu 60 fps in Dolby Vision (HDR) sind damit allerdings maximal 1080p bei 30 Bildern pro Sekunde möglich.

Das neue Apple iPhone 13 und iPhone 13 Mini sind ab dem 17. September vorbestellbar, ausgeliefert werden die Smartphones dann ab dem 24. September. Das 13er startet ab 899 Euro UVP, die Mini-Variante gibt es ab 799 Euro UVP.

Apple iPhone 13 Pro (Max): adaptive 120 Hz, 3x Telezoom und ProRes-Videos

Natürlich bringt der Tech-Gigant aus Cupertino auch ein Pro- sowie Pro Max-Modell des iPhones 13 auf den Markt. Gegenüber den Vorgängern vom letzten Jahr haben sich beim Design auch nur feine Details verändert. So gibt es mit Sierrablau unter anderem eine neue Farbe, zudem ist die Notch wie beim „normalen“ iPhone 13 geschrumpft. Im Inneren gibt es darüber hinaus den A15 Bionic SoC und größere Akkus für 1,5 Stunden (iPhone 13 Pro) sowie 2,5 Stunden (iPhone 13 Pro Max) mehr Laufzeit. Die Ladetechnologie ist identisch (unspektakulär) zum iPhone 13. Allerdings bekommt der neue Apple-Chip einen zusätzlichen GPU-Kern (5-core statt 4-core) für eine bessere Grafikleistung.

Bilder: Apple

Eine deutlich spannenderer (und auch lang erwartete Neuerung) gibt es beim Display zu vermelden: ProMotion! Apple spendiert dem OLED-Bildschirm der beiden Pro-Modelle eine adaptive Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz (min. 10 Hz). Zudem erhalten die 6,1 Zoll und 6,7 Zoll Displays eine höhere Helligkeit von bis zu 1.200 nits bei HDR-Inhalten.

Auf der Rückseite nutzt Apple die letzte Pro-Generation als Basis, verpasst jedoch allen drei Kamerasensoren ein Upgrade. So bekommt die Telekamera nun einen 3-fach optischen Zoom und kann erstmals den Nachtmodus nutzen. Die Ultraweitwinkelkamera soll deutlich besser bei Lowlight-Szenarien performen und kann nun Makrofotos (Nahaufnahmen) aufzeichnen. Der Hauptsensor mit f/1.5 Blende erhält 1,9 µm Pixel und eine immerhin 2,2-fach bessere Lowlight-Verbesserung. Des Weiteren kann das Pro-Modell nun Videos im ProRes-Format mit 4K 30 fps aufnehmen (nur FullHD beim 128 GB Modell).

Bilder: Apple

Das Apple iPhone 13 Pro startet ab 1.149 Euro UVP, das iPhone 13 Pro Max ist ab 1.249 Euro UVP erhältlich. Beide Smartphones werden mit 128 GB, 256 GB, 512 GB und neuerdings auch satten 1 Terabyte Kapazität angeboten. Das Topmodell kostet rund 1.829 Euro UVP (iPhone 13 Pro Max 1 TB).

Apple iPad Mini (6. Generation) mit frischem Design

Für das kleinste iPad gibt es das moderne Design mit dünneren Displayrändern und ohne Home-Button, so wie es Apple bereits seit 2018 beim iPad Pro einsetzt. Dadurch wächst das Display trotz unveränderter Maße von 7,9 auf 8,3 Zoll an. Das LCD-Panel erhält allerdings weiterhin eine Pixeldichte von 326 ppi und eine Maximalhelligkeit von 500 nits.

Bilder: Apple

Wie das aktuelle iPad Air bekommt auch die sechste Generation des iPad Mini statt Face ID einen Fingerabdrucksensor im Powerbutton alias Touch ID. Darüber hinaus wurde der Lightning-Anschluss durch USB-C ausgetauscht, zudem wird nun der Apple Pencil 2 (optional erhältlich) unterstützt. Funfact: Der aktive Stylus ist nur wenig kürzer als das Tablet selbst. Das Herzstück ist, wie bei den neuen iPhones, der A15 Bionic Chip, weswegen das neue iPad Mini optional auch 5G nutzen kann.

Auf der Rückseite gibt es eine 12 MP Hauptkamera mit f/1.8 Blende, für Selfies steht eine neue Ultraweitwinkelkamera zur Verfügung. Sehr spannend ist das „Center Stage“-Feature, bei dem die Software das Videobild automatisch zuschneidet, bewegt und auf euch fokussiert. Apple bietet das neue Mini-Tablet ab sofort ab 549 Euro UVP in den Farben Grau, Rosé, Violett und Weiß („Polarstern“) mit wahlweise 64 GB oder 256 GB Speicher an.

Apple iPad (9. Generation) mit neuem Chip und mehr Speicher

Dem iPad, mittlerweile in der 9. Generation, spendiert Apple eine vorwiegend technische Auffrischung. Das Design bleibt unverändert, allerdings gibt es nun eine neue Ultraweitwinkel-Frontkamera mit 122 Grad Sichtfeld. Unter der Haube gibt es ein Upgrade vom A12-Chip auf den A13 Bionic, der erstmals beim iPhone 11 zum Einsatz kam. Statt 32 GB und 128 GB bietet Apple das Tablet nun mit 64 GB oder 256 GB Speicher an. Das 10,2″-Display deckt des Weiteren nun auch den sRGB-Farbraum ab und erhält den automatischen Weißabgleich True Tone. Das neue iPad 9th Gen gibt es ab sofort ab 379 Euro UVP.

Bilder: Apple Keynote (YouTube)

Apple Watch Series 7: größeres Display, schnelleres Laden und staubdicht

Abseits von Smartphones und Tablets gab es auf der Keynote auch noch die neue Apple Watch Series 7. Die Smartwatch erhält im Vergleich zur Series 6 trotz gleichbleibender Abmessungen ein 20 % größeres Display durch 40 % schmalere Seitenränder. Dadurch kann etwa 50 Prozent mehr Text auf der smarten Uhr dargestellt werden, was auch die Verwendung einer vollwertigen Tastatur inklusive „Swipe“-Feature ermöglicht. Das Glas auf der Oberseite ist zu den Rändern hin deutlich stärker gekrümmt, der Bildschirm darunter soll laut Apple in Innenräumen zudem knapp 70 % heller leuchten.

Bilder: Apple

Zwar hat sich an der Akkulaufzeit nichts getan, allerdings lädt die Apple Watch Series 7 rund 33 Prozent schneller. Dazu gibt es neben einer Wasserresistenz nach WR50-Standard neuerdings auch eine IP6X-Zertifizierung zum Schutz vor Staub. Apple will die neue Watch Series 7 ab „Herbst“ in den Handel bringen, einen Preis gibt es bisher nicht. Allerdings sind mehrere Farbvarianten geplant, darunter Schwarz, Grün, Blau und Rot. Bisherige Armbänder sollen auch weiterhin mit der neuen Generation kompatibel sein. Apple wird künftig auch noch die Series 3 sowie die Watch SE anbieten.


Quellen :

Apple
Apple Keynote (YouTube)


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