Netflix: Kostenpflichtiges Konten-Sharing wird vorbereitet

Neue Funktion zur Geräte-Verwaltung erschienen
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Netflix-Beitragsbild-Unsplash-blauer-Hintergrund Bild: David Balev/Unsplash

Netflix wird im kommenden Jahr für die meisten teurer: Anfang 2023 möchte der Streaming Anbieter das kostenpflichtige Konten-Sharing-Modell auch in Deutschland einführen. Damit würde das Abo mit jedem zusätzlichem User teurer werden.

Das Thema Konten-Sharing ist Netflix bereits seit längerem ein Dorn im Auge: Viele Accounts werden seit jeher von mehreren Haushalten genutzt, obwohl dies prinzipiell nicht erlaubt ist. Allerdings ging der Streaming-Anbieter bis dato nicht aktiv dagegen vor. Ab 2023 soll das Konten-Sharing jedoch offiziell als kostenpflichtige Funktion eingeführt werden. Hierbei wird für jede zusätzliche Person, die nicht im gleichen Haushalt lebt, eine Zusatzgebühr verlangt. In einigen Ländern wie Peru, Chile und Costa Rica startetet das neue Konten-Modell schon in diesem Jahr im Rahmen einer Testphase.

Bisher ist nicht bekannt, wie hoch die Gebühren hierzulande ausfallen werden. Es wurde lediglich bestätigt, dass die Kosten geringer sein sollen als bei einem eigenen Netflix-Konto. Immerhin würde sich das Teilen eines Accounts somit noch lohnen. Die Zusatzgebühr wird erst verlangt, sobald Netflix feststellt, dass die Nutzung über zwei Wochen außerhalb des eigenen Haushalts stattfand. Hierfür greift die Plattform auf die jeweilige IP-Adresse, die Geräte-ID und die Kontoaktivität zurück. Zumindest in manchen Ländern ist es möglich, bis zu drei Home-Adressen zu hinterlegen.

Vorbereitungen für Konten-Sharing laufen bereits

Die Vorbereitungen für die Einführung des Konten-Sharing-Modells sind bereits im vollen Gange. So ist es neuerdings möglich, Geräte in den Kontoeinstellungen abzumelden. Ein Zugriff auf das betroffene Gerät ist hierfür nicht notwendig. Im Menüpunkt „Zugriff und Geräte verwalten“ lässt sich eine Übersicht über alle geschauten Filme und Serien finden. Dazu wird das verwendete Gerät, das genutzte Profil sowie die IP-Adresse angezeigt. Weiterhin wird darüber informiert, aus welcher Stadt oder aus welcher Region die IP-Adresse stammt.

Bild: Netflix

In einem offiziellen Blogeintrag bringt der Streaming-Dienst den neuen Menüpunkt allerdings nicht direkt mit dem kommenden Konten-Sharing-Modell in Verbindung. Vielmehr begründet Netflix die Funktion mit der anstehenden Weihnachtszeit, in der man sich potenziell vermehrt auf fremden Geräten anmeldet. Mit der neuen Einstellung soll es demnach möglich sein, sich nachträglich vom TV im Hotel oder bei der Verwandtschaft abzumelden. Damit soll der unautorisierte Zugriff auf das Netflix-Konto verhindert werden.

Quellen
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Arian Krasniqi …ist seit 2021 Teil des Teams und befasst sich vor allem mit Hardware-Komponenten sowie mit weiteren technischen Neuheiten. Auch aktuelle Spiele auf PC und Konsole gehören zu seiner Leidenschaft. Neben der Arbeit studiert Arian an der RWTH Aachen Umweltingenieurswissenschaften.

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