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Apple Watch Ultra 2 im Test: Die ultimative Smartwatch für Abenteurer?

Robuste Titan-Uhr zum Tauchen!
Apple Watch Ultra 2 im Sand

Bereits im letzten Jahr hat Apple mit der Watch Ultra eine sehr umfangreiche Smartwatch vorgestellt, die besonders für Abenteurer und Extremsportler geeignet ist. Vor wenigen Wochen gab es dann bereits mit der Apple Watch Ultra 2 den Nachfolger zu sehen, welcher sich zumindest äußerlich kaum vom ersten Modell unterscheiden lässt. Was hat Apple also verbessert? Wir haben uns die neue Smartwatch etwas genauer angeschaut.

Apple bietet die Watch Ultra 2 ausschließlich in der Farbe „Titan“ ab 899 Euro an. Bei den Armbändern stehen das Alpine Loop, Trail Loop und das Ocean Armband in jeweils drei unterschiedlichen Farben zur Verfügung. Für den Test haben wir uns für das Alpine Loop Armband in Olive entschieden.

Im Lieferumfang befinden sich neben der Apple Watch Ultra 2 und dem ausgewählten Armband auch ein Benutzerhandbuch und ein geflochtenes Aufladekabel, wie es auch ähnlich dem iPhone 15 oder iPhone 15 Pro beigelegt ist. Ein Netzteil zum Laden ist hingegen nicht mit im Paket, hierfür könnt ihr beispielsweise die neuen Anker Nano Charger nutzen.

Design und Verarbeitung

Rein vom Design her ist natürlich ein ganz deutlicher Unterschied zum „normalen“ Apple Watch Lineup auszumachen. Die Apple Watch Ultra 2 ist, wie auch bereits der Vorgänger, mit ihrem 49 mm Gehäuse deutlich klobiger gestaltet und mit mehr Funktionen sowie Tasten ausgestattet. Das Display auf der Oberseite ist darüber hinaus komplett flach gehalten und durch Saphirglas geschützt.

Wie der Name der Farbe bereits verrät, ist das massive Gehäuse mit 49 mm Durchmesser aus Titan gefertigt. Damit bringt die Apple Watch Ultra 2 knapp 61 Gramm auf die Waage, wodurch sie rund 20 Gramm schwerer als die Apple Watch Series 9 und fast doppelt so schwer wie eine Google Pixel Watch ist. Andere Tauchcomputer, wie beispielsweise eine eine Garmin Descent Mk2S mit knapp 60 Gramm, fallen da in eine ähnliche Klasse. Und ganz ehrlich: Ihr gewöhnt euch nach einiger Zeit schnell an das Gewicht.

Die Apple Watch Ultra 2 ist, wie Apple es hervorhebt, vor allem für „Abenteurer“ ausgelegt. Das schließt auch Aktivitäten wie Tauchen, Klettern und andere Extremsportarten mit ein. Dementsprechend muss die Uhr auch einiges aushalten können, weswegen Apple ihr laut eigenen Angaben ein wasserdichtes Gehäuse bis zu einer Tiefe von 100 Metern spendiert hat.

Dazu ist die Watch Ultra 2 nach MIL-STD 810H getestet und mit IP6X gegen Staub geschützt. Das heißt, die Uhr kann im „tiefen“ Meer, auf dem höchsten Berg oder mitten in der Sahara ohne Probleme genutzt werden. Wie von Apple gewohnt, ist die Verarbeitung makellos: Saubere Kanten, bündige Spaltmaße, festsitzende Buttons und kontinuierliche Farben.

Der Action Button

Weitere Besonderheiten am Design sind die größere Digital Crown, ein zusätzlicher Lautsprecher und ein Action Button, der sich frei belegen lässt. Über die Watch App auf dem iPhone kann zum Beispiel eingestellt werden, dass über den Action Button ein Training, eine Stoppuhr, Tauchen oder ein Kurzbefehl gestartet werden soll.

Die praktischste Funktion in meinem Test ist das Starten eines Trainings gewesen. Hat mein Training, wie zum Beispiel „Laufen Outdoor“, begonnen, lässt sich über den Action Button auch ein Segment markieren oder durch das Drücken des Action Buttons und der Home-Taste auch das Training pausieren.

Falls ihr unbewusst im Nichts gelandet seid und Hilfe benötigt, lässt sich übrigens durch das Gedrückthalten der Taste auch eine 86 Dezibel laute Sirene aktivieren. Praktisch in der freien Natur, aber wirklich unpraktisch, wenn ihr im Fitnessstudio seid und die Sirene während eines Trainingssatzes losgeht.

3.000 Nits helles Display

Eine von zwei großen Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger ist das Display. Zwar verfügt auch die Apple Watch Ultra 2 über ein 1,92 Zoll großes LTPO OLED-Panel mit der identischen Auflösung von 502 x 410 Pixel (etwa 338 ppi Pixeldichte), verfügt allerdings über eine deutlich höhere Spitzenhelligkeit von bis zu 3.000 Nits. Im Dunklen kann diese wiederum auf bis zu 1 Nit heruntergehen, was besonders zum Stromsparen oder in besonders dunklen Umgebungen hilfreich ist.

Besonders praktisch an der Größe des Displays ist, dass man eine ganze Menge an Informationen darauf abbilden kann. Das neue Modular Ultra Ziffernblatt bietet zum Beispiel Informationen über Höhe, Temperatur, Position, UV-Index, Sonnenuntergang bzw. -aufgang und die Uhrzeit. Natürlich lassen sich die Elemente entsprechend der eigenen Präferenzen anpassen, aber alleine die Möglichkeit zu haben, so viele Informationen auf einen Blick wahrnehmen zu können, ohne dabei den Überblick zu verlieren, habe ich im Alltag als sehr praktisch empfunden.

Sport und Gesundheit

An Sportmodi fehlt es der Apple Watch Ultra 2 nicht. Von Laufen Outdoor über Kraftsport und Beckenschwimmen bis hin zu Kickboxen, Hockey, Surfen, Bogenschießen oder Yoga ist wirklich alles mit an Bord. Dabei informiert euch die Uhr während eines Workouts über die wichtigsten Informationen, darunter die Dauer des Trainings, die Anzahl aktiv verbrannter Kalorien und der aktuelle Puls. Je nachdem welches Training ihr gestartet habt, wie zum Beispiel Laufen, ist dort auch noch die zurückgelegte Strecke zu erkennen.

Nach Abschluss eines Trainings können alle Informationen in der Fitness-App oder über die Apple Watch direkt eingesehen werden. Dort werden dann zusätzliche Informationen wie die Durchschnittsgeschwindigkeit beim Laufen oder die genaue Herzfrequenz während der Trainingsdauer angezeigt.

Auch bei der Gesundheit ist die Apple Watch Ultra 2 das perfekte Gadget, um immer auf dem Laufenden zu bleiben. Neben dem Überwachen von Herfrequenz und Blutsauerstoffsättigung lassen sich sogar EKGs erstellen (vergleichbar mit einem 1‑Kanal‑EKG). Besonders interessant sind die Daten, die während eines Workouts oder beim Schlafen gesammelt werden. Dort wird dann zum Beispiel angezeigt, wie hoch das Risiko eines Sturzes ist beim Gehen, wie die Atemfrequenz ist beim Schlafen, wie hoch der Blutsauerstoff ist oder wie viel Zeit man in den unterschiedlichen Schlafphasen verbracht hat.

Entsprechend dieser Ergebnisse kann man seine Gewohnheiten anpassen, um einen positiven Einfluss auf die eigene Gesundheit zu haben. Anders als die Informationen, die während eines Trainings gesammelt werden, sind diese Daten in der Health-App gespeichert. Warum es nicht eine zentrale App für alle Gesundheits bezogenen Daten gibt und Apple bestimmte Elemente in der Fitness-App abgespeichert, ist eine gute Frage.

Software und Performance

Die Apple Watch Ultra 2 setzt auf WatchOS 10, die neueste Smartwatch-Software des kalifornischen Unternehmens. Wer bereits eine Apple Watch genutzt hat, der sollte mit dieser Software trotz einiger Designanpassungen ziemlich vertraut sein. Es gibt definitiv einige Features, die zwar nicht der Apple Watch Ultra 2 vorbehalten sind, aber generell eine Apple Watch ausmachen.

Obwohl aus Gewohnheit auf dem eigenen Smartphone hauptsächlich Google-Apps wie Gmail, Chrome und Google Maps zu finden sind, ist es durchaus praktisch Apple Maps beim Navigieren durch die Stadt zu verwenden. Ist man zu Fuß unterwegs und möchte nicht dauerhaft auf das Smartphone gucken, ist es durchaus komfortabel, die Uhr zur Navigation zu nutzen. Nähert sich eine Abbiegung, dann vibriert die Apple Watch kurz und zeigt die folgenden Direktionen und die Entfernung bis zur nächsten Straße an.

Eines meiner Highlights ist Apple Pay. Das Bezahlen an der Kasse mit der Smartwatch ist einfach etwas, das nicht nur überaus cool ist, sondern dazu auch noch sehr praktisch. Anstelle des Smartphones oder der Kreditkarte kann man seinen Einkauf ganz einfach mit der Smartwatch bezahlen. Möglich ist das Bezahlen mit der Apple Watch auch dann, wenn das Smartphone nicht mit der Uhr verbunden ist.

Alle Apple Watch Ultra 2 Modelle besitzen eine eSIM und können sich daher mit dem Mobilfunknetz verbinden. So besteht auch ohne ein Smartphone die Möglichkeit Nachrichten zu erhalten, Anrufe anzunehmen oder eben mit Apple Pay zu bezahlen. Wenn ihr euer iPhone also mal zu Hause vergessen habt und die Uhr am Arm tragt, müsst ihr euch keine Sorgen machen, einen Anruf zu verpassen.

Double Tap und weitere Funktionen

Eine Funktion, die Apple während der Wonderlust Keynote mehrmals erwähnt hat, ist „Double Tap“. Dadurch kann man durch das zweimalige Tippen des Zeigefingers auf den Daumen die derzeitige Hauptfunktion ausführen. Damit lassen sich beispielsweise Anrufe annehmen, ein Timer beenden oder die Musikwiedergabe steuern, ohne physisch auf das Gerät zu tippen.

Möglich ist das ganze jedoch nur auf der Apple Watch Ultra 2 oder Apple Watch Series 9 mit WatchOS 10.1 Beta, da dort der neue Apple S9 SiP verbaut ist. Zwar ließ sich die Funktion schon vorher über die Bedienungshilfen aktivieren, war jedoch offenbar noch nicht vollends ausgereift. Dank integriertem GPS können mit der Apple Watch Ultra 2 auch zurückgelegte Strecken genau nachollzogen werden.

Apple Watch Ultra 2 im Sand mit geöffneter Kompass-App

Ein besonders interessantes Feature ist die Trackback-Funktion, die euch beim Wandern unterstützt und automatisch wieder zum Startpunkt zurückführt. Das ist vor allem dann nützlich, wenn ihr euch auf unbekannten Wegen verlaufen solltet. Interessant für Wasserportler oder Taucher ist auch die „Tiefe-App“. Damit lässt sich die Wassertiefe bis 40 Meter, die Wassertemperatur und die Dauer des Tauchgangs ermittlen sowie detailliert in der Fitness-App einsehen.

Akku

Laut offiziellen Angaben erreicht die Apple Watch Ultra 2 mit ihrem 564 mAh großen AKku eine Laufzeit von bis zu 36 Stunden. Nach unseren Erfahrungen lässt sich das so tatsächlich bestätigen. Bei einem guten Mix aus aktivem Workout und normaler Nutzung im Alltag hält der Akku etwa 36 bis 40 Stunden durch. Bei aktiviertem Always-On-Display liegt die Akkulaufzeit natürlich etwas unter den Herstellerangaben, einen Tag hält die Uhr aber dennoch durch.

Ist die Smartwatch einmal leer, kann sie über den mitgelieferten Wireless Charger in etwa 1,5 Stunden wieder vollständig aufgeladen werden. Tatsächlich reicht es aber auch, wenn man die Uhr einmal täglich morgens für etwa 20-30 Minuten während der Zeit im Bad oder beim Frühstücken auflädt, das sie wieder 100 Prozent hat.

Apple Watch Ultra 2 – Fazit 

Am Ende stellt sich nur die Frage: Lohnt es sich überhaupt stolze 899 Euro für diese Smartwatch auf den Tisch zu legen? Wohl eher nicht, wenn ihr die Apple Watch Ultra 2 einfach nur im Alltag nutzt und kaum auf die Funktionen für Extremsportler und Abenteurer eingeht. Dennoch wird sie vor allem bei jenen Anklang finden, die eine besonders große, klobige Uhr am Arm tragen möchten, welche sich vom mittlerweile „gängigen“ Apple Watch Design abhebt und ohne Frage ein Hingucker ist.

Auch die die Apple Watch Ultra 2 ist natürlich ein starker Begleiter im Alltag und bietet mit watchOS 10 ein sehr umfangreiches Betriebssystem. Zwar gibt es keine keine revolutionären Neuerungen, aber eine gewohnt starke Performance und nützliche Features wie Apple Pay und Apple Maps. Ein besonders smartes Feature ist die „Double Tap“-Funktion, welche die Interaktion mit der Uhr noch intuitiver gestaltet.

Eine der auffälligsten Neuerungen ist das extrem helle Display mit einer Spitzenhelligkeit von 3.000 Nits, das selbst bei starker Sonneneinstrahlung gut ablesbar bleibt. Dazu ist die Uhr mit einer Vielzahl von Sportmodi ausgestattet und gibt euch wertvolle Einsichten in die eigene Gesundheit an die Hand, inklusive EKG und Schlaftracking.

Wenn ihr also bereits seid, fast 900 Euro für eine Smartwatch auszugeben, ist die Apple Watch Ultra 2 definitiv eine sehr gute Wahl. Für den normalen Smartwatch-Nutzer ist aber auch eine Apple Watch Series 9 (ab 449 Euro) oder sogar der Vorgänger, die Apple Watch Series 8 (ab 350 Euro), vollkommen ausreichend. Ein Nachteil der Apple Watch ist, dass sie nur mit einem iPhone eingerichtet und genutzt werden kann. Seid ihr also Hobbytaucher, besitzt aber ein Android-Smartphone, könnt ihr die Apple Watch Ultra 2 nicht als Tiefenmesser verweden.

Pro

  • unglaublich helles Display
  • gute Akkulaufzeit
  • zusätzlicher Lautsprecher mit Sirene
  • Vielzahl an Sportmodi
  • robustes Design mit Titangehäuse
  • frei programmierbarer Action Button

Contra

  • nur eine Farbvariante (Titan)
  • vergleichsweise hoher Preis
  • (nur mit iPhones nutzbar)
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Max Jambor @ Allround-PC Max Jambor Redakteur

Als angehender Technikjournalist, ist er hauptsächlich für die Bereiche Mobile und Wearables zuständig und kümmert sich um News sowie Testberichte von Smartphones, Tablets, Smartwatches und Kopfhörern. In seiner Freizeit verfolgt er die neuesten Entwicklungen im Bereich Consumer Electronics und Künstlicher Intelligenz. Ist er mal nicht am PC, dann ist er entweder im Fitnessstudio oder zieht mit Freunden von Feier zu Feier.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher, weiblicher und diverser Sprachformen (m/w/d) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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