Mit der neuen Fast SSD hat Seagate eine externe SSD mit USB Type C Schnittstelle und schlichtem Design im Angebot. Wir haben den Test für euch gemacht.

Überblick

Wer auf der Suche nach einem externen Massenspeicher ist, hat mittlerweile die Wahl zwischen einer schier unüberschaubaren Masse an externen Festplatten. Soll es statt einer herkömmlichen Festplatte eine externe SSD sein, so wird der Markt schon übersichtlicher, wenn gleich beinahe wöchentliche neue portable SSDs auf den Markt kommen. Auch Seagate mischt ab sofort im externen SSD-Geschäft mit. Die neue Fast SSD richtet sich an Anwender, welche schnellen Speicher für unterwegs benötigen.  Ausgestattet mit einem stoßfesten Gehäuse und einer USB Type C Schnittstelle geht die Seagate Fast SSD an den Start.Seagate Fast SSD - Front

Vertrieben wir das portable Laufwerk in vier verschiedenen Speicherkapazitäten von 250 GB, 500 GB, 1 TB und 2 TB. Für unseren Test haben wir das Laufwerk mit einer Kapazität von 1 TB verwendet.

Design & Verarbeitung

Im Gegensatz zu vielen anderen aktuellen externen SSDs, geht Seagate bei der Gestaltung des Gehäuses einen anderen Weg. Versuchen viele Konkurrenzprodukte möglichst schmal zu wirken und die Form der intern verbauten M.2-SSD nachzuahmen, hat Seagate sich bei der Fast SSD für ein beinahe quadratisches Design entschieden.
Die Fast SSD besteht aus zwei Gehäuseteilen: Der untere Teil besteht dabei aus schwarzem Kunststoff, der sich sehr hochwertig anfühlt. Die Oberseite wird durch eine dünne Aluminiumplatte in mattem Silber geformt, die mittig vom Seagate Logo geziert wird. Das gesamte Design ist als schlicht und zeitlos zu beschreiben und somit auf jeden Fall für den Einsatz im Büro geeignet. An der unteren Kante der insgesamt nur 9 mm hohen SSD ist die USB Type C Schnittstelle sowie eine kleine Status-LED eingelassen.Seagate Fast SSD - Schnittstelle

Insgesamt ist die Verarbeitungsqualität der Seagate Fast SSD als sehr gut und solide zu beschreiben. Der Hersteller wirbt außerdem damit, dass das Gehäuse dafür ausgelegt ist, den einen oder anderen Stoß zu verzeihen und das Laufwerk im Inneren zuverlässig zu schützen.

Für maximale Kompatibilität mit verschiedenen Endgeräten gehört neben einem USB-C-zu-USB-C-Kabel auch nach wie vor ein USB-C-zu-USB-A-Kabel zum Lieferumfang. Die Länge von jeweils 45 cm ist dabei gut gewählt, wenn die SSD hauptsächlich direkt neben dem Notebook oder Smartphone zum Einsatz kommen soll.

In aller Kürze

Für alle Leser, die es eilig haben, wollen wir die wichtigsten Fakten zur neuen Seagate Fast SSD knapp zusammenfassen.

Die Seagate Fast SSD…

  • … wird über USB 3.1 Gen. 1 und USB Type C mit dem Computer verbunden.
  • … ist in vier Varianten mit Kapazitäten von 250 GB bis zu 2 TB verfügbar.
  • … wird mit USB Type C und Type A Kabeln sowie einer Synchronisations-Software geliefert.
  • … verfügt über ein hochwertig verarbeitetes Gehäuse, welches einen sehr soliden Eindruck macht.
  • … ist in Sachen Design sehr schlicht und zeitlos gehalten.
  • … soll eine sequenzielle Lese- /Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 540/500 MB/s erreichen.
  • … wiegt knapp 82 Gramm.

Leistungstest

Wir haben die sequenziellen Transferraten mit dem AS SSD und CrystalDisk Mark-Benchmark getestet. Um einen praxisnahen Vergleich anstellen zu können, haben wir zudem mehrere Dateien mit einer Gesamtgröße von 13 GB auf die SSD kopiert. Als Vergleichslaufwerke wurden die Samsung Portable SSD T3, die Samsung Portable SSD T5Portable SSD X5 von Samsung sowie die HyperX Savage EXO SSD mit 480 GB herangezogen.

Testsystem

  • Prozessor: Intel Core i7-8700K 3,7 GHz (Coffee Lake), Turbo Boost aktiv, Hyperthreading aktiviert
  • Mainboard: Asus Prime Z370-A
  • Kühler: Noctua NH-U14S
  • RAM: Adata XPG Spectrix D41 16 GB
  • Systemlaufwerk: Crucial BX 300
  • Grafikkarte: KFA2 GeForce GTX 1070 Ti EX
  • Betriebssystem: Windows 10 Professional x64
  • Netzteil: Thortech Thunderbolt 650 Watt
  • Adapterkarte: Asus ThunderboltEX 3

 

 

Ein Blick auf die ermittelten Benchmark-Ergebnisse zeigt, dass Seagate mit der Fast SSD im Großen und Ganzen hält, was die technischen Daten des Laufwerks versprechen. Sequenzielle Transfers in lesender Richtung erledigt das Laufwerk mit deutlich über 500 MB/s, beim Schreiben liegt die SSD – je nach Testsituation – zwischen 480 und 520 MB/s. Insgesamt ist die Leistung der Fast SSD für die meisten Anwendungszwecke mehr als genug. Wer den Wechsel von einer herkömmlichen externen Festplatte macht, wird seine helle Freude an dem Laufwerk haben.

Fazit

Mit der Fast SSD hat Seagate eine solide externe SSD im Angebot, die sich für alle Anwender eignet, denen die herkömmliche externe Festplatte zu langsam geworden ist. Die Möglichkeit das Laufwerk via USB Type C anzubinden ist komfortabel und gleichermaßen zukunftssicher. Das schlichte Design hat uns gut gefallen, die beinahe quadratische Grundfläche des Gehäuses nimmt jedoch ein wenig mehr Platz weg, als eine moderne externe SSD müsste. Nichtsdestotrotz ist das Laufwerk aufgrund der geringen Höhe und des relativ geringen Gewichts trotzdem noch als extrem mobil zu bezeichnen. Die gemessene Leistung des Laufwerks ist gut, hier erhält der Käufer ein flottes SSD-Laufwerk, das auch für 4K-Videoschnitt ohne Probleme geeignet ist. Preislich liegt die von uns getestete 1-TB-Variante der Seagate Fast SSD aktuell bei knapp 230 Euro. Die ähnlich schnelle Samsung SSD T5 mit 1 TB gibt es bereits ab 222 Euro - ebenfalls mit dreijähriger Garantie.

Pro

  • hohe sequenzielle Transferleistung
  • USB Type C Schnittstelle
  • schlichtes Design

Contra

  • relativ großes Gehäuse, dafür sehr flach

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