Neue Desktop-CPUs: Intel nennt nähere Details zu Rocket Lake-S

Xe-Grafik, neue Architektur und mehr 2 Min. lesen
News intel  / Tim Metzger
Bild: Intel

Im ersten Quartal 2021 sollen die neuen Intel-Desktop-Prozessoren der elften Generation starten. Bezüglich der Neuerungen der Serie mit dem Codenamen Rocket Lake-S veröffentlichte Intel nun genauere Infos. Eine Zusammenfassung lest ihr nachfolgend.

Im Vorfeld hatte Intel bereits den groben Veröffentlichungszeitraum und die Unterstützung von PCIe 4.0 für die kommende Prozessorgeneration bestätigt, jetzt geht der Hersteller aber konkreter auf die Verbesserungen gegenüber Comet Lake-S ein. Intel führt eine neue Architektur namens Cypress Cove ein, die eine zweistellige IPC-Verbesserung („instructions per clock“) ermöglichen soll. Interessanterweise gibt Intel maximal acht Kerne und 16 Threads an, obwohl das aktuelle Top-Modell zehn Kerne und 20 Threads bietet.

Bei Rocket Lake-S fällt die maximale Anzahl an PCIe-Lanes der CPU höher aus. Statt 16 PCIe-3.0-Lanes gibt es künftig 20 Lanes mit PCIe 4.0, was die gleichzeitige Anbindung einer PCIe-4.0-Grafikkarte und einer -SSD bei voller Bandbreite ermöglicht. Ein neuer Speicher-Controller sorgt zudem für eine standardmäßige Unterstützung von DDR4-Arbeitsspeicher mit 3.200 Megahertz anstatt 2.933 Megahertz. Die KI-Performance soll übrigens besser sein dank VNNI (Vector Neural Network Instructions), alias Intel Deep Learning Boost.

Bessere iGPUs bei Rocket Lake-S

Des Weiteren erhält die integrierte Grafikeinheit ein Upgrade auf die Xe-Architektur, was dem Hersteller zufolge für eine rund 50 Prozent höhere Grafikleistung gegenüber der Intel-UHD-Grafik der neunten Generation sorge. Für diese Angabe verglich Intel einen Core i9-10900K (Test) mit einem Achtkern-Prozessor der neuen Serie in 3DMark und 3DMark Night Raid bei ansonsten identischer Konfiguration und gleichen Power-Levels. Offenbar setzt das nächste Top-Modell erneut auf eine Standard-TDP von 125 Watt und eine maximale Leistungsaufnahme von 250 Watt.

Abseits von PCIe 4.0 integriert Intel noch nativ USB 3.2 Gen 2×2, also USB mit bis zu 20 Gigabit pro Sekunde. Auch neue Übertaktungsfunktionen und -möglichkeiten bringt Rocket Lake-S mit sich, aber Intel nennt diesbezüglich keine näheren Details. Die Prozessoren können obendrein Videos mit HEVC, SCC und VP9 in 4K bei 60 Bildern pro Sekunde und mit zwölf Bit (4:4:4) encodieren, mit AV1 ebenso in 4K/60 mit zehn Bit (4:2:0). Die maximalen Displayauflösungen steigen auf bis zu dreimal 4K mit 60 Hertz oder zweimal 5K mit 60 Hertz via DisplayPort 1.4a (HBR3) und HDMI 2.0b.

Neuer Chipsatz

Intel kündigt außerdem einen neuen 500er-Chipsatz für die kommenden Prozessoren an. Da die CPUs voraussichtlich auf die gleiche Strukturgröße und den gleichen LGA-1200-Sockel wie die Modelle von Comet Lake-S setzen, dürften die Prozessoren der elften Generation vermutlich auch mit Z490-Mainboards kompatibel sein. Die aktuellen Mainboards bieten zuweilen nämlich schon PCIe 4.0, nur können die CPUs der zehnten Generation dies nicht nutzen. Der volle Funktionsumfang dürfte allerdings dem neuen Chipsatz (Z590?) vorbehalten sein.


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