AMD Radeon RX 6950 XT: Grafikkarten-Refresh offiziell vorgestellt

6-nm-Fertigung für die Desktop-GPUs?
News AMD  / Arian Krasniqi
Bild: AMD / Montage: Allround-PC

Aktuell scheint es so, als ob AMD ebenfalls an einem Refresh der Radeon RX 6000 Desktop-Grafikkarten arbeitet. Bisher stellte der Hersteller jedoch nur entsprechende Produkte für den mobilen Markt vor. Was steckt hinter den Gerüchten?

Update vom 16. Mai 2022:

Asus hat ihre ersten Custom-Modelle für den RDNA2-Refresh offiziell vorgestellt. Besonders sticht hierbei das Flaggschiff ROG Strix LC Radeon RX 6950 XT heraus. Diese GPU setzt auf einen AiO-Wasserkühler, welcher mit einem 240-mm-Radiator kombiniert wird. Zudem wird ein weiterer Blower-Lüfter zur Kühlung der VRMs verbaut. Natürlich verfügen die verwendeten Lüfter über eine Aura-Sync kompatible Beleuchtung. Letztlich erinnert das Ganze stark an das Design des direkten Vorgängers.

Bild: Asus

Daneben wurden unter anderem die ROG Strix Radeon RX 6750 XT sowie Strix RX 6650 XT angekündigt. Letztere verfügt über ein Zweilüfter-Design, während das größere Modell drei Aixal-Lüfter nutzt. Die Lüfter besitzen eine 0-dB-Technik, wodurch diese erst ab einer Temperatur von 60 °C aufdrehen. Beide Karten werden außerdem durch eine ARGB-Beleuchtung auf der rechten Seite abgerundet.

Insgesamt wurden sechs verschiedenen Grafikkarten-Versionen gezeigt, wobei es von jeder GPU jeweils zwei Varianten gibt. Neben den genannten Varianten wurden ebenfalls die Asus TUF Gaming Radeon RX 6950XT, Asus Dual Radeon RX 6750 XT sowie die
Asus Dual Radeon RX 6750 XT gezeigt. Alle Grafikkarten des Herstellers sind ab sofort verfügbar.

Update vom 10. Mai 2022

Soeben hat AMD den Startschuss gegeben: Der Radeon-Refresh in Form der RX 6950 XT (1.099 $ UVP), RX 6750 XT (549 $ UVP) und RX 6650 XT (399 $ UVP) ist da! Die drei Grafikkarten sollen das Line-up in Zeiten von sinkenden Preisen ergänzen und das volle Potenzial der RDNA 2 Architektur entfalten, zumindest beim neuen Topmodell.

So verfügt die AMD Radeon RX 6950 XT über eine Navi 21 KXTX GPU mit 5.120 FP32-ALUs, 80 Raytracing-Einheiten und leicht höherem Takt von bis zu 2.100 MHz. Dazu gibt es eine etwas höhere Speichergeschwindigkeit und -Transferrate. Auf der anderen Seite steigt die GPU-Power und Boardpower leicht an. Auch den anderen beiden 50er-Karten wird etwas mehr Power spendiert, ebenfalls durch etwas mehr Taktrate und Boardpower.

In Kombination mit dem neusten Grafiktreiber von AMD sollen die Refresh-Modelle etwa 5 bis 13 Prozent mehr Leistung im Vergleich zu ihren „Vorgängern“ entfalten können. Sollte dann noch ein AMD Ryzen Prozessor im System sitzen, lassen sich über die Smart Access Memory Technologie nochmal etwas mehr FPS herauskitzeln.

Die Kollegen von ComputerBase, Hardwareluxx und PCGH haben erste Custom-Modelle der Radeon-Grafikkarten bereits genauer unter die Lupe genommen. Darunter auch die neuen Modelle aus dem Hause MSI, die über eine werksseitige Übertaktung verfügen.

Update vom 09. Mai 2022

Nachdem bereits das Referenzdesign der Radeon RX 6×50 Modelle aufgetaucht ist, erblicken nun erste Custom-Modelle das Licht der Welt. Die Bilder stammen von der Website Videocardz und zeigen zwei Radeon RX 6950 XT in den Kühlerdesigns von MSI und ASRock. Dabei handelt es sich bei letzterem um ein Formula OC Modell des Herstellers, welches optisch stark an das Design der RX 6900 XT Formula erinnert. MSI übernimmt ebenfalls das Design aus der letzten Generation und ändert an diesem nichts. Entsprechend kommt hier der bekannte Gaming X Trio Kühler zum Einsatz.

Beide Karten besitzen außerdem drei 8-Pin PCIe-Anschlüsse für die Stromversorgung. Entsprechend darf sich die GPU jeweils bis zu 325 Watt genehmigen. Allgemein wird der Stromverbrauch mit dem Refresh ansteigen, da AMD die Taktraten erhöhen wird. Von daher ist davon auszugehen, dass beinahe alle Hersteller eine ähnlich dimensionierte Stromversorgung beim Topmodell anstreben.

Update vom 02. Mai 2022

Lange dürfte es nicht mehr dauern, bis AMD den Refresh der Radeon RX 6000 Grafikkarten vorstellt. Wie Videocardz berichtet, ist ein Werbebanner beim kanadischen Händler „Canada Computers & Electronics“ aufgetaucht. Dieser bestätigt das Referenzdesign der Karten, welches bereits Anfang April (siehe weiter unten) geleakt wurde.

Screenshot – Quelle: CCE

Update vom 25. April 2022

Derzeit scheint es so, als würde der Refresh der RDNA2-Grafikkarten doch mehr Leistung bringen als gedacht. Dies geht zumindest aus einem neuen Eintrag bei GFXBench hervor, in dem die RX 6750 XT gegen die RX 6700 XT antritt. Die wenigen genutzten synthetischen Benchmarks geben dabei einen ersten Aufschluss über die Leistungswerte der neuen Navi-22-GPU. Demnach konnte sich die Grafikkarte im Aztec Ruins Normal Tier rund 10,5 % von der RX 6700 XT absetzen. Im Manhattan Benchmark erreichte der Refresh wiederum eine 6,5 respektive 22 % höhere Punktzahl, wobei der T-Rex Bench ähnliche Werte aufzeigt. Hier ist die Karte rund 12 bzw. 23 % schneller.

Damit liegt der Performance-Vorsprung der RX 6750 XT deutlich oberhalb der bisher angenommen Werte. Zuvor tauchten bereits erste Leistungsdaten der GPU auf, welche einen Leistungsbonus von gerade einmal zwei Prozent aufzeigten. Diese Daten bezogen sich auf den Aztec Ruins Hier Tier sowie einem Grafik- und Compute-Shadertest. In Anbetracht der nun aufgetauchten Leistungswerte verwundert es nicht, dass AMD mit der RX 6750 XT sowohl die RX 6700 als auch die RX 6800 ablösen möchte. Letzter dürfte in der Produktion zudem deutlich teurer sein aufgrund der höheren Speichermenge.

Update vom 04. April 2022

Seit den ersten Gerüchten sind wieder ein paar Wochen vergangen, der für das zweite Quartal wohl angesetzte Launch der Refresh-Grafikkarten rückt also immer näher. Videocardz konnte nun ein Foto der drei kommenden GPUs auftreiben, die leichte Veränderungen am Referenzkühler aufzeigen. So zeigen sich die AMD Radeon RX 6650 XT, Radeon RX 6750 XT und Radeon RX 6950 XT (sofern es am Ende wirklich dieses Trio sein sollte) mit schwarzen statt silbernen Akzenten.

Technisch gesehen sollen die drei Grafikkarten den bereits erhältlichen Modellen entsprechen, allerdings mit feinen Anpassungen. So soll einerseits der Speichertakt auf 18 GB/s angehoben werden, andererseits dürfte auch die TGP (Total Graphics Power) der GPUs ansteigen. Das würde wiederum zu höheren Taktfrequenzen und somit eine etwas stärkeren Performance führen.

Genaue Details zu Taktraten, Leistungsaufnahme und Performance-Plus gibt es aktuell noch nicht. Allerdings soll AMD den GPU-Refresh am 10. Mai vorstellen. Ob das Trio dann auch zu diesem Zeitpunkt in den Handel kommt oder für die Auslieferung noch ein anderer Zeitpunkt geplant ist, bleibt abzuwarten.

Update vom 19. Januar 2022

Videocardz bekräftigt die Gerüchte rund um ein Refresh der aktuellen Radeon Grafikkarten nochmals und verweist dabei auf einen Bericht des Leakers Wjm47196. Dieser teilte über die chinesische Website Chiphell mit, dass eine Neuauflage der RDNA2-GPUs nahezu gesichert ist. Zudem nennt er mit dem zweiten Quartal dieses Jahres einen potenziellen Launch-Zeitraum, womit eine Veröffentlichung in den Monaten April bis Juni wahrscheinlich scheint. Bereits in der Vergangenheit erwiesen sich einige Aussagen des Leaker als richtig, weshalb dessen Bericht laut Videocardz durchaus Vertrauen geschenkt werden kann. Für die Radeon RX 6X50 Modelle steht außerdem ein Upgrade auf 18 Gbit/s schnellen Grafikspeicher im Raum, welcher bisher nur auf der RX 6900 XT Liquid Edition zum Einsatz kommt.

Bild: Videocardz

Ursprünglicher Meldung vom 19. Januar 2022

Laut des Branchen-Insiders Greymon55 könnte uns demnächst ein Refresh der derzeitigen Radeon Desktop-Grafikkarten erwarten. So soll AMD aktuell an einer Neuauflage der RDNA2-GPUs arbeiten, um die bis dato beinahe zwei Jahre alten Modelle abzulösen. Dabei handelt es sich um eine gängige Praxis in der Branche, um die eigene Marktposition nicht zu gefährden, sobald neue Modelle der Konkurrenz erscheinen.

Erst Radeon RX 6×50, dann RDNA3 im Herbst?

Entsprechend gerät AMD mit der Vorstellung neuer Nvidia Grafikkarten in Zugzwang, wodurch ein Refresh als wahrscheinlich erscheint. Nicht zuletzt schadet es auch dem Markenimage bei OEMs und im Retail-Markt, wenn über einen längeren Zeitraum keine neuen Produkte veröffentlicht werden. Zudem wird es noch einige Monate dauern, bis mit RDNA3 eine wirklich neue Grafikkarten-Generation erscheinen soll.

Doch wie könnte ein solcher Refresh aussehen? Details konnte der Leaker leider noch keine nennen, einiges lässt sich aber von bereits angekündigten Neuauflagen ableiten. Hierbei handelt es sich namentlich um die mobilen Radeon RX 6x50M GPUs sowie die Zen3+ Prozessoren. Es lässt sich also davon ausgehen, dass eine Portierung von der aktuellen 7-nm-Technik auf das TSMC N6 Fertigungsverfahren möglich wäre. Dazu könnte ein höher anliegender GPU- und Speichertakt zusammen mit einer erhöhten Leistungsaufnahme für eine leicht gesteigerte Performance sorgen. Der eigentliche Grafikchip dürfte dabei aber typischerweise unverändert bleiben.

Zum jetzigen Stand ist allerdings nur wenig zu einem potenziellen Refresh bekannt, sodass abzuwarten bleibt, inwiefern diese Vermutungen zutreffen. AMD wird die Neuauflage wohl als Radeon RX 6×50 vermarkten, wodurch etwa aus einer Radeon RX 6800 eine RX 6850 werden dürfte. Dieses Namensschema geht zumindest aus der Bezeichnung der neuen mobilen GPUs hervor. Wann aber eine Vorstellung oder eine Ankündigung dieser Karten erfolgen könnte, ist noch nicht bekannt.

Quellen
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