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Philips Evnia 34M2C8600 im Test: QD-OLED-Monitor mit Ambiglow-Beleuchtung

OLED-Ultrawide unter 1.000 Euro in Weiß
Philips Evnia 34M2C8600 OLED Gaming-Monitor auf Schreibtisch von vorn

Auch Philips ist mit dem Evnia 34M2C8600 in den QD-OLED-Markt eingestiegen. Der Ultrawide-Monitor zählt zu den günstigsten Optionen mit diesem Display und bietet ein besonderes Design samt Ambiglow-Beleuchtung auf der Rückseite. Kann der Evnia im Praxistest überzeugen?

Der Philips Evnia 34M2C8600 ist im Februar 2023 für 1.419 Euro auf den Markt gekommen. Er nutzt wie die anderen Modelle von MSI, Alienware & Co ein 34-Zoll-Panel von Samsung. Die QD-OLED-Monitore unterscheiden sich derzeit also lediglich äußerlich sowie hinsichtlich der Ausstattung und der Panel-Implementierung.

Mit einem Preis von aktuell 979 Euro ist der Philips-Monitor zum Testzeitpunkt der zweitgünstigste QD-OLED-Monitor nach dem Alienware AW3423DWF (~940 Euro). Zwischenzeitlich war er aber sogar schon für 825 Euro im Angebot und damit das günstigste Modell mit diesem Panel.

In den letzten Monaten habe ich mit dem Samsung Odyssey OLED G8 (Test) und dem MSI MEG 342C (Test) bereits zwei weitere QD-OLED-Konkurrenten getestet. Daher fokussiert sich dieser Testbericht mehr auf die Besonderheiten des Evnia 34M2C8600, anstatt auf die Details des QD-OLED-Bildschirms. Falls ihr doch mehr Insights braucht, schaut gern in die beiden Testberichte rein. ?

Design

Die derzeit fünf erhältlichen QD-OLED-Monitore mit 34 Zoll Diagonale unterscheiden sich beim Design deutlich, sofern man die beiden Alienware-Modelle nicht miteinander vergleicht. Bis auf das Samsung-Pendant ist im Inneren stets ein Lüfter integriert, um Einbrennen vorzubeugen und die Wärme im HDR-Betrieb schneller abzuleiten.

Ich bemerkte ihn hier im Alltag nur, wenn ich in einer ruhigen Umgebung spezifisch darauf geachtet oder mein Ohr auf die Oberseite gelegt habe. Generell sind die Notebook- bzw. PC-Lüfter oder Umgebungsgeräusche aber stets lauter gewesen. In den Einstellungen lässt sich zudem ein Quiet-Modus aktivieren oder der Lüfter ganz abschalten – empfohlen wird der Auto-Modus, um Überhitzen zu vermeiden.

Der MSI MEG 342C ist zwar nicht gerade schlank, doch der Philips Evnia scheint eindeutig das dickste QD-OLED-Modell zu sein. Dies dürfte unter anderem daran liegen, dass anders als bei Samsung das Netzteil integriert wurde. Zwar sticht der kantige „Pixel-Look“ optisch hervor, und sieht subjektiv auch gar nicht übel aus, lässt den Monitor aber nicht gerade modern wirken.

Als Besonderheit hat der Hersteller auf der weißen Rückseite mehrere LEDs und einen LED-Streifen integriert. Diese vierseitige Ambiglow-Beleuchtung kann mit dem Bildschirminhalt und Audio ohne Software synchronisiert werden. Alternativ stehen Modi wie ein Farbwechsel, Farbwelle, Pulsieren, Sternennacht oder eine statische Beleuchtung zur Auswahl. Die Lichtzonen, Helligkeit und Geschwindigkeit des Farbwechsels lassen sich ebenfalls einstellen.

An eine separate Hintergrundbeleuchtung mittels Philips Hue Lightbars oder etwa der Govee AI Gaming Sync Box (Test) kommen die integrierten LEDs zwar nicht heran, doch sie sind wesentlich besser und vielseitiger als die Beleuchtung der direkten Konkurrenzmodelle. Übrigens sind noch zwei Fünf-Watt-Lautsprecher im Monitor verbaut, die ganz okay klingen.

An der Front sitzt eine silberne Unterleiste mit Philips- und Evnia-Schriftzug sowie einer weißen Status-LED. Die Leiste fällt zwar dicker als die Seitenränder aus, sorgt aber für einen edlen Look und stört kaum. Auffälliger ist dagegen der Übergang vom schwarzen Bildschirmrand zum weißen Rahmen. Auch der verhältnismäßig große Metallstandfuß zieht Aufmerksamkeit auf sich. Er sorgt gefühlt immerhin für etwas mehr Stabilität im Vergleich zum Samsung Odyssey OLED G8.

Ergonomie und Anschlüsse

Der knapp neun Kilogramm schwere Monitor misst mit Standfuß 813 × 553 × 295 Millimeter und kann um 150 Millimeter in der Höhe verstellt werden. Er lässt sich außerdem um 20 Grad nach links und rechts schwenken sowie um 20 Grad nach hinten und um fünf Grad nach vorn neigen. Drehbar (Pivot) ist der Bildschirm nicht, was Ultrawide-Modelle aber generell selten sind. Mit einer beiliegenden Montageplatte ist es allerdings möglich, das Modell an einer Wandhalterung (Vesa 100 × 100) zu befestigen.

Philips setzt beim Evnia 34M2C8600 auf zweimal HDMI 2.0, einmal DisplayPort 1.4 und 1x USB-C mit DisplayPort 1.4. Mangels HDMI 2.1 sind über die HDMI-Ports maximal 100 Hertz statt 175 Hertz bei voller Auflösung möglich, auch die Konsolen-Kompatibilität ist eingeschränkt (Stichwort: VRR). Zusätzlich gibt es hinten einen USB-3.0-Upstream und vier USB-3.0-Anschlüsse – zwei davon sind etwas leichter erreichbar an der linken Unterkante.

Der USB-C-Port unterstützt übrigens Power Delivery mit 90 Watt, ein KVM-Switch zählt ebenso zum Funktionsumfang. Lobenswert ist, dass der Hersteller im Lieferumfang alle Kabel passend in Weiß beilegt. Einer der USB-3.0-Ports ist gelb markiert, da er BC 1.2 („Battery Charging“) beherrscht und somit Geräte mit etwa 7,5 Watt laden kann.

Eigenschaften und Bildqualität

Das 34-Zoll-Display im 21:9-Format löst in UWQHD auf, also mit 3.440 × 1.440 Pixeln, was einer soliden Pixeldichte von rund 109 Pixeln pro Zoll entspricht. Erwähnenswert ist zudem die Bildschirmkrümmung von 1800R, die in der Praxis allerdings kaum auffällt. Darüber hinaus ist das QD-OLED-Panel glänzend, aber antireflektiv beschichtet.

Da QD-OLED-Panels ohne Schutzfolie ausgeliefert werden, scheint es Kundenbewertungen zufolge gelegentlich Macken oder Verschmutzungen ab Werk zu geben. Auch unser Testmodell hat einige helle Punkte auf der obersten Schicht, die an Luftblasen von Bildschirmfolien erinnern. Sie ließen sich nicht mit Glasreiniger entfernen, waren aber nur schräg von der Seite oder mit direkter Beleuchtung aufs Display sichtbar.

Typisch für diese Panels ist außerdem, dass die Pixel ausgeschaltet in hellen Umgebungen leicht gräulich erscheinen. Ein weiteres Manko von QD-OLED-Monitoren der ersten Generation stellt die Subpixel-Struktur dar, welche für leichte Farbsäume an kontrastreichen Kanten wie Text sorgt. Wer sich daran stört, kann alternative Subpixel-Renderer nutzen. Bei Bewegtbild, also Gaming oder Videowiedergabe, fällt dies allerdings nicht auf.

Starke Kontraste und knackige Farben!

In diesen Nutzungsszenarien, besonders mit HDR, spielt der Bildschirm seine Stärken aus. OLED ist schließlich für seine erstklassigen Kontraste bekannt und die Quantum Dots sorgen für lebendige Farben. Die hohe Bildwiederholrate von 175 Hertz, die sich mittels Adaptive Sync übrigens mit der Grafikkarte synchronisiert, sorgt für ein flüssiges Gaming-Erlebnis. Eine Latenz gibt Philips nicht an, aber in der Vesa-ClearMR-Datenbank (Motion Response) landet das Evnia-Modell wie der MSI MEG 342C in der zweithöchsten Klasse. Das höchste ClearMR-Rating haben nur 240-Hertz-WOLED-Monitore wie der Asus ROG Swift OLED PG27AQDM (Test).

Wie bei den anderen QD-OLED-Modellen soll der Evnia 34M2C8600 den DCI-P3-Farbraum zu 99,3 Prozent abdecken. Alternativ zum erweiterten Farbraum findet man in den Einstellungen noch einen sRGB-Schalter. Beim Testmodell habe ich eine DCI-P3-Abdeckung von 98,6 Prozent gemessen, was bis auf eine 0,2-prozentige Abweichung mit der Messung des Samsung Odyssey OLED G8 übereinstimmt. Auffällig ist bei der Farbumfang-Grafik jedoch, dass die meisten Farben im Standard-Modus leicht übersättigt angezeigt werden, vorrangig die Töne zwischen Grün und Türkis. Eine Anpassung der einzelnen RGB-Werte bietet der Monitor leider nicht.

Abdeckung des DCI-P3-Farbraums.

Im Datenblatt gibt der Hersteller eine SDR- bzw. Vollbildhelligkeit von 250 Nits an. Die HDR-Helligkeit bei 10 Prozent Bildfläche soll hingegen bei 450 Nits liegen, während maximal 1.000 Nits bei drei Prozent Bildfläche versprochen werden. Wenn HDR aktiviert ist, zeigt das Monitormenü andere Profile an: HDR Spiel, HDR Film, HDR Vivid, HDR True Black und Persönlich. Beim Wechseln der HDR-Profile machten sich unterschiedliche Farbsättigungen, Gammawerte und Weißwerte bemerkbar. Einbrennen (Burn-in) wird übrigens nicht von der Garantie abgedeckt, anders als bei Alienware. Nachtrag (18.09.2023): Der Hersteller hat diesbezüglich angemerkt, dass es eine dreijährige Garantie für das Modell gibt. Wenn sich die Besitzer an die Wartungsvorgaben im OSD-Menü gehalten haben, soll ihnen im Problemfall (Burn-in) auch die Garantie gewährt bleiben. Auf offiziellen Seiten von Philips konnte ich keine solche Klausel finden, weshalb ich davon ausging, dass wie bei Samsung oder MSI Burn-in nicht abgedeckt wird.

Bei Vollbildweiß konnte ich maximal 243 Nits messen und bei einem mittigen HDR-Weißfeld (10 % Bildfläche) knapp 440 Nits. In HDR-Videos erreichte der Bildschirm höchstens 983 Nits, allerdings variiert die Helligkeit je nach Größe des hellen Anzeigebereichs. Beim Samsung-Pendant mit gleichem Panel konnten wir schließlich bis zu 1.052 Nits messen.

Stromverbrauch

Die Leistungsaufnahme beträgt offiziell knapp 114 Watt, dem Energielabel zufolge sind es 55 Watt im SDR- und 75 Watt im HDR-Betrieb. Da das Netzteil integriert ist, bleibt die maximal mögliche Leistungsaufnahme unbekannt. Ohne Verwendung von Power Delivery via USB-C, aber mit eingeschalteter Ambiglow-Beleuchtung, habe ich bei Vollbildweiß maximal 109 Watt gemessen. Bei der Wiedergabe von HDR-Videos verbrauchte der Monitor grob zwischen 40 und 55 Watt, kurzzeitig auch bis zu 85 Watt.

Farbe/ModusHDRSDR
Weiß107 W (75 W SDR-Weiß)109 W
Rot49 W61 W
Grün48 W51,5 W
Blau40,5 W44 W

Bedienung

Die Bedienung erfolgt lediglich über einen Vier-Wege-Joystick rechts hinter dem Philips-Logo. Anders als bei einem Fünf-Wege-Joystick werden Eingaben mit einer Bewegung nach rechts bestätigt, jedoch navigiert man zugleich auch mit Links- und Rechtsbewegungen – dies macht die Bedienung gewöhnungsbedürftig.

Das On-Screen-Display (OSD) besteht aus sieben Obermenüs und diversen Untermenüs. Bei SmartImage stehen die verschiedenen Bildprofile zur Auswahl, die sich individuell anpassen lassen. Während des Tests wurde hauptsächlich das Standard-Profil mit einem 6.500K-Preset genutzt.

Gaming-Features wie ein Fadenkreuz, ein Shadow-Booster und ein Bildschirmzoom in der Mitte (zum genaueren Zielen) sind auch vorhanden, ebenso wie die erwähnten Ambiglow-Funktionen. Im Menü „Einrichtung“ findet man OLED-Wartungsfunktionen: Auto-Dimming, Pixel Shift und Pixel Refresh. Alle 16 Stunden wird Pixel Refresh automatisch ausgeführt. Leider gibt es zuvor nur einen zweisekündigen Hinweis, bevor der Monitor dann circa fünf Minuten nicht benutzbar ist.

Generell hatte das Modell während der Nutzung stets Probleme, aus dem Standby wieder aufzuwachen. Manchmal war ein neues Verbinden der Videokabel nötig, meist ließ sich der Bildschirm aber eine volle Minute Zeit, bevor er wieder einsatzbereit war. Dies trat bei verschiedenen Windows-Systemen auf. Bei der Firmware könnte Philips also nachbessern, über die Philips-SmartControl-Software könnte also noch ein Update eintrudeln (darüber können wir euch aber nicht mehr informieren, weil der Monitor nach unserem Testzeitraum wieder zum Hersteller zurückgeht).

Fazit

Beim Gaming- und Entertainment-Einsatz mit HDR überzeugt auch der Philips Evnia 34M2C8600 als QD-OLED-Monitor. Die Kontraste und Helligkeiten sowie die kurzen Reaktionszeiten des OLED-Bildschirms sind einfach ausgezeichnet. Typisch für diese Art von Monitoren sind hingegen die nicht sonderlich hohe Vollbildhelligkeit, die Subpixel-Problematik und die spiegelnde Front.

Das Philips-Modell punktet im QD-OLED-Segment mit der Ambiglow-Beleuchtung, die im Gegensatz zu anderen Rückseiten-Beleuchtungen tatsächlich einen gewissen Mehrwert bietet. Auch die Tatsache, dass alle Anschlusskabel beiliegen, ist positiv anzumerken. Die Power-Delivery-Funktion genügt mit 90 Watt zudem für die meisten Notebooks.

Kritik gibt es für die gewöhnungsbedürftige Bedienung und den fehlenden HDMI-2.1-Standard. Außerdem wäre eine Einstellungsmöglichkeit der RGB-Werte wünschenswert, um die Übersättigung per On-Screen-Display auszugleichen. Das Design ist Geschmackssache – und die weiß-silberne Optik mag manchen sicherlich zusagen –, nur könnte man von einem OLED-Monitor ein schlankeres Profil erwarten. Ein externes Netzteil hätte diesbezüglich wohl geholfen.

Aktuell bietet meiner Meinung nach der nur geringfügig teurere Samsung Odyssey OLED G8 im Vergleich das etwas bessere Gesamtpaket. Zudem gibt es das gleiche Display ebenfalls mit Garantie gegen Burn-in im günstigeren Alienware AW3423DWF.

Pro

  • Ambiglow-Beleuchtung
  • 175 Hertz und extrem geringe Latenz
  • alle Kabel im Lieferumfang
  • erstklassige Kontraste

Contra

  • etwas gewöhnungsbedürftige Bedienung
  • Farbsäume wegen Subpixelmatrix
  • kein HDMI 2.1
  • recht dickes Design für OLED
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Foto von Tim Metzger Tim Metzger Redakteur

Schreibt seit 2020 für Allround-PC zu Technik aller Art und hat schon in jedem Ressort Artikel verfasst. Abseits des Redakteur-Jobs studiert Tim Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher, weiblicher und diverser Sprachformen (m/w/d) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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