Intel Arc: Grafikkarten für Preisklassen bis 499 Euro geplant

Topmodell konkurriert wohl mit Nvidias RTX 3070 2 Min. lesen
News intel  / Tim Metzger
Bild: Intel

Im ersten Quartal 2022 möchte Intel Consumer-Grafikkarten für Desktops und Notebooks anbieten. Die erste Generation von Intel Arc heißt Alchemist und das Topmodell soll einer angeblichen Intel-Folie zufolge mit der oberen Desktop-Mittelklasse von AMD und Nvidia konkurrieren.

Seit Mitte August ist bekannt, dass Intel nächstes Jahr in den Markt der Gaming-GPUs einsteigen wird. Der Hersteller setzt dafür auf die Grafikarchitektur Xe HPG und lässt die Chips bei TSMC im Sechs-Nanometer-Verfahren fertigen. Nun tauchte vor wenigen Tagen bei Baidu Tieba (dem chinesischen Pendant zu Reddit) eine Folie auf, die augenscheinlich aus einer internen Intel-Präsentation stammt. Darauf wird das beabsichtigte Desktop-Lineup von Alchemist, ehemals DG2, im Verhältnis zu den aktuellen AMD- und Nvidia-Modellen eingeordnet.

Bild: Baidu Tieba

Stärkste Intel-GPU landet wohl in der oberen Mittelklasse

Intel plant demnach mit zwei SoCs beziehungsweise GPUs, allerdings dürfte der Hersteller sie in mehrere Modelle aufteilen – bei der Konkurrenz ist dies in Form von teildeaktivierten GPUs gängig. Laut der Folie ist “SoC 1” für eine Leistungsaufnahme von 175 bis 225 Watt ausgelegt und ordnet sich breit in der Mittelklasse ein. Konkret deckt SoC 1 auf der Folie die obere Performance-Klasse (300 bis 399 Euro) und die untere Enthusiasten-Klasse (400 bis 499 Euro) ab. Erstere besteht aktuell aus der RTX 3060 (Ti) sowie der RX 6600 XT. In der darüberliegenden Klasse weist die Intel-Konkurrenz die RTX 3070 (Test) und die RX 6700 XT auf.

Da Intel noch nicht sonderlich viel Erfahrung mit leistungsstarken GPUs hat, scheint es naheliegend, dass man bei der ersten Generation nicht direkt gegen die Topmodelle der Marktführer antreten kann.

Bild: Intel

Desktop-Grafikkarte für unter 200 Euro in Aussicht

Alchemist-SoC 2 soll hingegen mit einer Leistungsaufnahme von 75 Watt das “Mainstream-Segment” (100 bis 199 Euro) abdecken. Dort hält Nvidia derzeit nur die ältere GTX 1650 Super dagegen. Die schwächere Grafikeinheit könnte also vermutlich auch in günstigeren Gaming-Notebooks landen und für Full-HD-Gaming in mittleren bis hohen Einstellungen genügen. Besonders in dieser Klasse gibt es vor allem im Desktop-Bereich momentan so gut wie keine Konkurrenz für Intel.

Generell sind die Informationen mit gewisser Vorsicht zu genießen, denn die Folie scheint aus einem nicht allzu fortgeschrittenen Entwicklungsstadium zu stammen. Beispielsweise die RX 6500 XT und die RX 6600 XT sind noch als TBD (“to be determined”) aufgeführt – eine RX 6500 XT existiert bislang nicht und die RX 6600 XT (Test) kam erst im August auf den Markt.

Bild: Intel

Bis zum Start von Intel Arc in rund einem halben Jahr kann sich bei dem dargestellten Lineup noch einiges ändern, lässt sich damit grob einschätzen, auf welche Segmente sich Intel anscheinend fokussiert. Es bleibt abzuwarten, ob der Hersteller im Gegensatz zu AMD und Nvidia die Grafikkarten auch tatsächlich zu den anvisierten Preisbereichen in ausreichender Menge anbieten wird. Im Laufe des Jahres 2022 ist übrigens auch mit einer neuen GPU-Generation von AMD und Nvidia zu rechnen.


Quellen :

Baidu Tieba
VideoCardz (Via)


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