Kommt nun endlich ein Apple MacBook mit ARM-Prozessor?

MacBooks hätten dadurch die Möglichkeit Mobilfunk-Standards wie LTE und 5G zu unterstützen 2 Min. lesen
News apple  / Michael Faßbender
Bild: Apple

Derzeit setzt Apple noch auf Prozessoren aus dem Hause Intel, bald soll allerdings ein neues MacBook mit ARM-Prozessor vorgestellt werden. Einem Apple-Experten zufolge sollen die neuen Notebooks von Apple bereits im vierten Quartal diesen Jahres oder im ersten Quartal 2021 vorgestellt werden. Was hätte ein ARM-Prozessor für Vorteile? Gibt es auch Nachteile?

Bereits vor einigen Jahren kam das Gerücht auf, dass Apple in der Zukunft auf ARM-Prozessoren umsteigen möchte. Bewahrheitet hat sich das bisher nicht und so finden wir auch in den aktuellen Apple MacBooks immer noch Intel-Prozessoren. In einer Mail von Analyst Ming-Chi Kuo an Investoren gab es nun jedoch die Info, dass der Wechsel auf die neue Plattform für einen Zeitpunkt innerhalb der nächsten 12 – 18 Monate geplant sein soll. Die Informationen will er von einem Informanten aus Apples Lieferkette erhalten haben.

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Mehr Innovationen bei Apple für verschiedene Produkte?

In der E-Mail brachte er diese Entscheidung mit den kommenden Apple-Produkten in Verbindung. So steht für Apple scheinbar dieses Jahr mit den nächsten iPhones der Einstieg in den 5G-Sektor an. Das neue iPad 2020 soll zudem erstmals Gebrauch von Mini-LEDs für die Displaytechnik machen. Viele Apple-Produkte scheinen also im kommenden Jahr auf neue Technologien zu setzen. So wäre es nicht verwunderlich, wenn das Apple MacBook schließlich mit ARM-Prozessor auf den Markt kommen würde.

Allerdings haben ARM-Prozessoren einen entscheidenden Nachteil: klassische x86-Anwendungen laufen nicht „von Haus aus“ und lassen sich nur über einen Emulator verwenden. Apple hat hier jedoch den Vorteil auch Smartphones zu bauen und könnte so Anwendungen aus dem Apple Store von iOS und iPadOS auf MacBooks anbieten. In punkto Leistung sind ARM-Prozessoren heutzutage nicht mehr weit von x86-Prozessoren entfernt. Der Snapdragon 8xc beispielsweise konkurriert fast auf Augenhöhe mit einem Intel Core i5-Prozessor. Dennoch finden ARM-Prozessoren in der Notebookwelt derzeit noch wenig Anwendung, Hersteller versuchen sich jedoch immer wieder an Produkten mit ARM-Prozessor – so zum Beispiel das Microsoft Surface Pro X.

Das Microsoft Surface Pro X ist bereits mit dem SQ1-CPU auf ARM-Basis ausgestattet. (Bild: Microsoft)

Ein großer Vorteil von ARM-Prozessoren ist allerdings der deutlich geringere Stromverbrauch. Das liegt auch an der Fertigungstechnik, denn ARM-Prozessoren wie der Snapdragon 8cx sind im 7nm-Verfahren gefertigt. Im Gegensatz dazu fertigt Intel im 10 nm-Verfahren (und die Konkurrenz AMD ebenfalls bereits mit 7 nm). Apple hätte von dem Umstieg einige Vorteile für MacBooks, darunter eine höhere Akkulaufzeit, Unabhängigkeit von einem externen Hersteller sowie die Möglichekeit direkt LTE und 5G zu implementieren . Allerdings müsste das Unternehmen dafür auch ein gewisses App-Ökosystem erschaffen, deren Pendants mit dem Fehlen von x86-Kompaitbilität wegfallen würden.


Quellen :

ZDNet
Golem


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