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Intel Arc: Preise und Release der A750 & A770 stehen fest

Marktstart der neuen Grafikkarten im Oktober

Nach mehrfacher Verschiebung sollen die Intel Arc A750 und Arc A770 im Oktober tatsächlich erscheinen. Der Hersteller nannte den konkreten Release-Termin, die Preise und weitere Details zu den neuen Desktop-Grafikkarten.

Update vom 1. Oktober

Ursprünglich waren die Arc-Grafikkarten der Alchemist-Generation für Ende 2021 vorgesehen. Stattdessen starteten im Frühjahr die ersten Notebook-GPUs und das Desktop-Einsteigermodell folgte im Juni auf dem chinesischen Markt. Wie Intel nun ankündigte, kommen ab dem 12. Oktober auch die stärkeren Desktop-Modelle namens Arc A750 und Arc 770 16G in den Handel. In den darauffolgenden Wochen soll ebenfalls die Arc 770 8G in Form von Custom-Varianten erhältlich werden.

Laut Intels Blog-Beitrag startet die A750 in den USA für 289 US-Dollar. Die A770 mit acht Gigabyte Speicher soll ab 329 US-Dollar kosten und mit 16 Gigabyte hingegen 349 US-Dollar. Referenzdesigns, sogenannte Limited Editions, wird es nur von der A750 und A770 16G geben. Intel vergleicht die Performance mit Nvidias RTX 3060, die dem Hersteller zufolge in den USA durchschnittlich 418 US-Dollar kostet. Entsprechend verspricht man 53 Prozent mehr Leistung pro Dollar beim Kauf einer A750.

Als Bonus sei das neue Call of Duty: Mordern Warfare II inkludiert. In dem Ankündigungs-Video zeigte Intel zudem neue Performance-Diagramme und detaillierte Spezifikationen der Testsysteme. Zu deutschen Preisen und Verfügbarkeitsterminen gibt es derzeit allerdings noch keine Informationen.

Ursprünglicher Beitrag vom 18. Juli

Intels GPU Marketing-Manager Ryan Shrout hat in einem offiziellen Video erste Gaming-Benchmarks zur Arc A750 präsentiert. In den Spielen F1 2021, Cyberpunk 2077, Control, Borderlands 3 und Fortnite wurde die Leistung mit der GeForce RTX 3060 verglichen, Nvidias derzeitiges Mittelklassemodell. Laut Intel waren die Grafik-Presets auf „Hoch“ und die Auflösung auf 2.560 × 1.440 Pixel (WQHD) eingestellt.

Bild: Intel

Treiber wohl noch die Hauptbaustelle

Je nach Titel liegt die Arc A750 den Herstellermessungen zufolge sechs bis 17 Prozent vor der Nvidia-Grafikkarte. Die Wortwahl des Managers legt nahe, dass bei den ausgewählten Titeln der Grafik-Treiber bereits gut funktioniert, aber die GPU in anderen Spielen noch schlechter als gewünscht abschneidet.

Die Leistung von Arc wird nicht in allen Spielen so aussehen, aber diese Demonstration war ein guter Ausblick auf das, was Arc mit dem richtigen „Game Enablement“ und Software-Engineering leisten kann. Wir haben ein ganzes Team von Software-Ingenieuren, die daran arbeiten, dies zu ermöglichen.

Ryan Shrout, Intel

Nähere Details zur kommenden Desktop-Grafikkarte liegen offiziell bislang nicht vor, allerdings ist Wccftech an eine nicht veröffentlichte Übersichts-Folie der Desktop-Arc-Modelle gelangt. Bereits im September 2021 tauchte eine frühere und weniger detaillierte Form davon bei Weibo auf. Die diesjährige Alchemist-Generation soll demzufolge zwischen circa 99 und 399 US-Dollar rangieren.

Topmodell soll mit RTX 3060 Ti konkurrieren

Bild: Wccftech

Wie bereits im Vorjahr prophezeit, landet das Topmodell Arc A770 wohl in der oberen Mittelklasse – auf Augenhöhe mit der RTX 3060 Ti und AMDs Radeon 6650 XT. Im Vergleich genehmigt sich die A770 mit einer TDP von 225 Watt allerdings mehr Strom als die anvisierten Kontrahenten. Selbiges gilt für die Arc A750, die ebenso mit 225 Watt in der Folie angegeben wird. Darunter folgen die A580 (175 Watt), A380 (75 Watt) sowie A310 (75 Watt). Ryan Shrout dementierte auf Twitter Gerüchte zu einer Arc A780 – ein solches Modell sei nie geplant gewesen.

Gerüchten zufolge bietet die Arc A750 eine im Sechs-Nanometer-Verfahren gefertigte ACM-G10-Grafikeinheit mit 24 Xe-Kernen und 3.072 Shadern sowie 12 Gigabyte an GDDR6-Videospeicher. Auf der IEM in Köln konnten wir ein Vorserienmodell der Arc A750 außerhalb des Glaskastens begutachten. Der Schriftzug mit der Modellbezeichung fehlte allerdings noch.

Da die A750 und A770 wohl in etwa die gleiche Kühlleistung benötigen, kommt dasselbe Dual-Lüfter-Design bei diesen Modellen zum Einsatz. Ein Sechs-Pin- und ein Acht-Pin-Anschluss sind für die Stromversorgung vorhanden und hinten gibt es dreimal DisplayPort sowie einmal HDMI.

Release und Europreis derzeit unbekannt

Wann die Grafikkarten konkret starten werden, bleibt weiterhin unklar. Gegenüber dem YouTube-Kanal Gamers Nexus ließ Intel verlauten: „früher als du denkst“. In China ist das Einsteigermodell Arc A380 bereits verfügbar. Offiziell kommuniziert der Hersteller, dass es noch im Sommer so weit sein soll.

Wie es um die Verfügbarkeit stehen wird, bleibt abzuwarten. Intel peilt über vier Millionen Arc-GPUs für 2022 an, inklusive Notebook-GPUs, was in Relation zu AMD und Nvidia wenig ist. An den Premium-Modellen der Konkurrenz wird Intel vermutlich erst ab der dritten Arc-Generation, alias Celestial, in 2024 oder 2025 kratzen können.

Beitrag erstmals veröffentlicht am 18.07.2022

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Quellen:
Foto von Tim Metzger Tim Metzger Redakteur

Schreibt seit 2020 für Allround-PC zu Technik aller Art und hat schon in jedem Ressort Artikel verfasst. Abseits des Redakteur-Jobs studiert Tim Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

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