Intel Arc A750: Desktop-Grafikkarte auf Niveau der RTX 3060

Benchmarks und Bilder von der neuen GPU
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Intel Arc A750 (Pre-Production)

Nach dem China-Start der Arc A380 hat Intel nun erste Benchmarks zum oberen Mittelklassemodell Arc A750 veröffentlicht. Sie soll in ausgewählten Spielen etwas vor Nvidias RTX 3060 liegen. Zudem konnten wir die Grafikkarte von allen Seiten fotografieren.

Intels GPU Marketing-Manager Ryan Shrout hat in einem offiziellen Video erste Gaming-Benchmarks zur Arc A750 präsentiert. In den Spielen F1 2021, Cyberpunk 2077, Control, Borderlands 3 und Fortnite wurde die Leistung mit der GeForce RTX 3060 verglichen, Nvidias derzeitiges Mittelklassemodell. Laut Intel waren die Grafik-Presets auf „Hoch“ und die Auflösung auf 2.560 × 1.440 Pixel (WQHD) eingestellt.

Bild: Intel

Treiber wohl noch die Hauptbaustelle

Je nach Titel liegt die Arc A750 den Herstellermessungen zufolge sechs bis 17 Prozent vor der Nvidia-Grafikkarte. Die Wortwahl des Managers legt nahe, dass bei den ausgewählten Titeln der Grafik-Treiber bereits gut funktioniert, aber die GPU in anderen Spielen noch schlechter als gewünscht abschneidet.

Die Leistung von Arc wird nicht in allen Spielen so aussehen, aber diese Demonstration war ein guter Ausblick auf das, was Arc mit dem richtigen „Game Enablement“ und Software-Engineering leisten kann. Wir haben ein ganzes Team von Software-Ingenieuren, die daran arbeiten, dies zu ermöglichen.

Ryan Shrout, Intel

Nähere Details zur kommenden Desktop-Grafikkarte liegen offiziell bislang nicht vor, allerdings ist Wccftech an eine nicht veröffentlichte Übersichts-Folie der Desktop-Arc-Modelle gelangt. Bereits im September 2021 tauchte eine frühere und weniger detaillierte Form davon bei Weibo auf. Die diesjährige Alchemist-Generation soll demzufolge zwischen circa 99 und 399 US-Dollar rangieren.

Topmodell soll mit RTX 3060 Ti konkurrieren

Bild: Wccftech

Wie bereits im Vorjahr prophezeit, landet das Topmodell Arc A770 wohl in der oberen Mittelklasse – auf Augenhöhe mit der RTX 3060 Ti und AMDs Radeon 6650 XT. Im Vergleich genehmigt sich die A770 mit einer TDP von 225 Watt allerdings mehr Strom als die anvisierten Kontrahenten. Selbiges gilt für die Arc A750, die ebenso mit 225 Watt in der Folie angegeben wird. Darunter folgen die A580 (175 Watt), A380 (75 Watt) sowie A310 (75 Watt). Ryan Shrout dementierte auf Twitter Gerüchte zu einer Arc A780 – ein solches Modell sei nie geplant gewesen.

Gerüchten zufolge bietet die Arc A750 eine im Sechs-Nanometer-Verfahren gefertigte ACM-G10-Grafikeinheit mit 24 Xe-Kernen und 3.072 Shadern sowie 12 Gigabyte an GDDR6-Videospeicher. Auf der IEM in Köln konnten wir ein Vorserienmodell der Arc A750 außerhalb des Glaskastens begutachten. Der Schriftzug mit der Modellbezeichung fehlte allerdings noch.

Da die A750 und A770 wohl in etwa die gleiche Kühlleistung benötigen, kommt dasselbe Dual-Lüfter-Design bei diesen Modellen zum Einsatz. Ein Sechs-Pin- und ein Acht-Pin-Anschluss sind für die Stromversorgung vorhanden und hinten gibt es dreimal DisplayPort sowie einmal HDMI.

Release und Europreis derzeit unbekannt

Wann die Grafikkarten konkret starten werden, bleibt weiterhin unklar. Gegenüber dem YouTube-Kanal Gamers Nexus ließ Intel verlauten: „früher als du denkst“. In China ist das Einsteigermodell Arc A380 bereits verfügbar. Offiziell kommuniziert der Hersteller, dass es noch im Sommer so weit sein soll.

Wie es um die Verfügbarkeit stehen wird, bleibt abzuwarten. Intel peilt über vier Millionen Arc-GPUs für 2022 an, inklusive Notebook-GPUs, was in Relation zu AMD und Nvidia wenig ist. An den Premium-Modellen der Konkurrenz wird Intel vermutlich erst ab der dritten Arc-Generation, alias Celestial, in 2024 oder 2025 kratzen können.

Quellen
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Tim Metzger

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