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Qualcomm Snapdragon 7s Gen 2: Leistung schwächer als gedacht?

Offenbar schlechter als Snapdragon 7 Gen 1

Qualcomm hat überraschend den neuen Snapdragon 7s Gen 2 gelistet, nachdem der Smartphone-Chip in China für das kommende Redmi Note 13 Pro angeteasert wurde. Der Snapdragon 7s Gen 2 ist jedoch technisch unter dem Snapdragon 7 Gen 1 einzuordnen.

Die Xiaomi-Marke Redmi veröffentlicht in Kürze die Smartphones der Redmi-Note-13-Serie und auf Weibo gibt es dazu zahlreiche Teaser. Zuletzt wurde für das Redmi Note 13 Pro als Prozessor der Snapdragon 7s Gen 2 beworben und prompt landete der bislang unbekannte Chip ohne Ankündigung auf der Qualcomm-Produktseite. Erst im März 2023 veröffentlichte Qualcomm den Snapdragon 7+ Gen 2, der als Nachfolger des Snapdragon 7 Gen 1 dient. Wie die erwähnten Modelle wird auch der 7s Gen 2 in einem Vier-Nanometer-Verfahren produziert. Ob er wie der 7+ Gen 2 bei TSMC oder wie der 7 Gen 1 bei Samsung gefertigt wird, ist derzeit nicht bekannt.

Quelle: Redmi via Weibo

Alte Cortex-Kerne und neue Grafikeinheit?

Die CPU taktet mit bis zu 2,4 Gigahertz und besteht laut Datenblatt aus vier Performance- und vier Effizienzkernen. Der meist gut informierte Twitter-User Abhishek Yadav gibt konkret vier Cortex-A78-Kerne mit 2,4 Gigahertz und vier Cortex-A55-Kerne mit 1,95 Gigahertz an. Der 7 Gen 1 und 7+ Gen 2 setzen auf neuere Cortex-Kerne, weshalb die CPU des 7s Gen 2 eher der CPU des Snapdragon 780G aus 2021 ähnelt. Qualcomm gibt die Cortex-Kerne allerdings nirgends an, daher herrscht keine Gewissheit darüber.

Als Grafikeinheit dient laut Yadav eine Adreno 710, Qualcomm nennt keine genaue Adreno-Nummer. Diese Grafikeinheit ist uns bislang unbekannt, doch der 7 Gen 1 hat eine Adreno 662 oder 644 und der 7+ Gen 2 eine Adreno 725. Es ist auch hier anzumerken, dass Qualcomm seit der neuen Snapdragon-Namensgebung die CPUs und GPUs nicht mehr offiziell nummeriert, was die Vergleichbarkeit erschwert. Die GPU könnte also schneller als im Snapdragon 7 Gen 1 sein, die CPU wiederum langsamer. Benchmarks entsprechender Smartphones werden zeigen, wo sich der Chip auf dem Leistungsspektrum einordnet.

Langsameres 5G-Modem

Ebenfalls wie bei den verwandten Snapdragon-7-Modellen kommt als 5G-Modem das Snapdragon X62 zum Einsatz. Die theoretische Downloadrate fällt mit 2,9 Gigabit pro Sekunde aber niedriger aus – beim 7 Gen 1 und 7+ Gen 2 sind es maximal 4,4 Gbit/s. Auch der Bildsignalprozessor (Triple-ISP) scheint beschränkter zu sein, wie die folgende Tabelle zeigt:

Snapdragon 7s Gen 2Snapdragon 7 Gen 1Snapdragon 7+ Gen 2
Single Camera: max. 48 MP
Dual Camera: max. 32 + 16 MP
Triple-Kamera: max. 16 + 16 + 16 MP
Single Camera: max. 64 MP
Dual Camera: max. 62 + 20 MP
Triple Camera: max. 25 + 25 + 25 MP
Single Camera: max. 108 MP
Dual Camera: max. 64 + 36 MP
Triple Camera: max. 32 + 32 + 32 MP

Des Weiteren unterstützt der Snapdragon 7s Gen 2 Bluetooth 5.2. Wi-Fi 6 und Quick Charge 4+. Als Arbeitsspeichertyp gibt das Datenblatt LPDDR5-3200 an, die maximale Bildschirmauflösung beträgt Full-HD+ bei 144 Hertz. Das Redmi Note 13 Pro dürfte das erste Smartphone mit dem neuen Snapdragon-Chip (Modellnummer SM7435-AB) sein – es wird am 21. September in China enthüllt.

Update #1 [19.09.2023]: Erste Geekbench-Ergebnisse

Kurz vor dem Launch der Redmi Note 13 Serie von Xiaomi sind erste Leistungswerte des neuen Snapdragon-SoC aufgetaucht. Im Geekbench 6 erreicht der Chip mit 1.012 Punkten (Single-Core) und 2.943 Punkten (Multi-Core) eine eher ernüchternde Leistung. Interessanterweise bewegt sich die Performance auf dem Niveau eines Snapdragon 778G, der bereits zwei Jahre alt ist und eine verblüffend ähnliche Ausstattung bietet. Der neue Snapdragon 7s Gen 2 dürfte jedoch effizienter arbeiten, da Qualcomm auf eine Strukturgröße von 4 nm statt 6 nm setzt.

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Beitrag erstmals veröffentlicht am 17.09.2023

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Quellen:
Foto von Tim Metzger Tim Metzger Redakteur

Schreibt seit 2020 für Allround-PC zu Technik aller Art und hat schon in jedem Ressort Artikel verfasst. Abseits des Redakteur-Jobs studiert Tim Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher, weiblicher und diverser Sprachformen (m/w/d) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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