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Nothing Phone (2) im Test: Viel Bling Bling um nichts?

Smartphone mit Leucht-Rückseite, die Zweite!
Rückseite des Nothing Phone (2) mit aktivierter Glyph-Beleuchtung, umgegeben von silberner Deko, auf einem schwarzen Tisch liegend.

Nothing wirbelt den Smartphone-Markt ordentlich auf und will mit einem auffälligen Design, einer cleanen Software und einem attraktiven Preis überzeugen. Doch wie schlägt sich das neue Phone (2) in der Praxis? Wir haben für euch getestet, ob das Nothing Phone (2) seinen Premium-Anspruch wirklich erfüllen kann – und dafür auch das Google Pixel 7 Pro als Vergleich hinzugezogen.

Obwohl die Zahl Zwei im Namen steckt, handelt es sich beim Phone (2) tatsächlich nicht um den direkten Nachfolger vom Nothing Phone (1). Stattdessen ist das zweite Smartphone des Start-ups eher eine leicht größere und stärker ausgestattete Variante mit „Premium“-Fokus sowie neuem Nothing OS 2.0.

Die Basisvariante des Phone (2) mit 8+128 GB Speicher ist nur auf der Nothing-Webseite für 649 Euro UVP bestellbar. Für einen kleineren Aufpreis bekommt ihr das Modell mit 12+256 GB beispielsweise bei Amazon, aktuell ab 630 Euro. Die Topkonfiguration mit 12+512 GB gibt es hingegen ab 679 Euro.

Ausgeliefert wird das Nothing Phone (2) in einer dünnen Box, die vollständig aus Papier bestehen soll. Während andere Hersteller nach wie vor auf viel Kunststoff zum Schutz des Produkts setzen (z.B. Samsung), hat Nothing das Smartphone in Papier gehüllt. Zwar verzichtet der Hersteller auf ein Netzteil, doch zumindest ein schickes USB-C-Kabel ist mit im Karton. Dazu gibt es noch ein SIM-Tool (natürlich auch mit transparentem Kunststoff) und etwas Papierkram.

Design & Verarbeitung

Besonders im Fokus des Phone (2) steht das Design, denn mit seinem matten, kantigen Aluminiumrahmen und der transparenten Rückseite mit besonderem Look sticht das Smartphone definitiv aus der Masse heraus. Geschmäcker sind natürlich unterschiedlich, aber vor allem die Liebe zum Detail ist wundervoll. Dazu zählen beispielsweise die sichtbaren Schrauben, die Wireless Charging Spule mit Schallplatten-Anlehnung und das sichtbare Flachbandkabel unten links.

Und dann ist da auch noch das Glyph Interface, was ein paar feine Neuerungen erhalten hat. Anfangs beim Phone (1) eher nur für Klingeltöne gedacht, lässt sich die rückseitige Beleuchtung beim Phone (2) nun auch als Timer-Countdown oder Taschenlampe nutzen. Auch die gewählte Lautstärke kann über einen Streifen angezeigt werden. Wer gern einen eigenen Klingelton erstellen möchte, kann sich mit verschiedenen Soundpacks in der Composer-App austoben. Einen guten Eindruck der Glyph-Beleuchtung bekommt ihr in unserem Video-Vergleich mit dem Pixel 7 Pro.

GLYPH: Leucht-Show auf der Rückseite

Die Meinungen zum Glyph Interface gehen stark auseinander. Einige von euch werden sicherlich sagen: „Boah, näh, was ne Spielerei„, andere werden die LED-Streifen aber voll und ganz abfeiern – und wir bewegen uns da irgendwie in der Mitte. Es ist einfach mal etwas Neues und ermöglicht neue Wege das Smartphone zu nutzen. Vor allem soll es dafür sorgen, dass ihr nicht andauernd bei jeder Benachrichtigung auf das Display schauen müsst. Praktisch ist dabei auch die Essential Benachrichtigung, die für bestimmte Apps aktiviert werden kann und dann den oberen, rechten Streifen durchgehend leuchten lässt. Da wisst ihr direkt: Ah, Ja, eine Nachricht von WhatsApp – da schaue ich gleich mal rein.

Mit einem Gewicht von 204 Gramm ist das Nothing Phone 2 kein dicker Klopper, wie beispielsweise ein Samsung Galaxy S23 Ultra mit 234 Gramm. Es liegt daher, und auch aufgrund der leicht abgerundeten Rückseite, sehr angenehm in der Hand und sorgt mit dem kantigen Rahmen für einen guten Grip – was bei der rutschigen Rückseite auch wirklich hilfreich ist.

Darüber hinaus verfügt das Phone (2) über einen optischen In-Display-Fingerabdrucksensor, der zuverlässig, aber nicht unbedingt super schnell entsperrt. Alternativ lässt sich auch eine 2D-Gesichtserkennung einrichten. Etwas flotter könnte auch der Typ-C-Anschluss sein, der mit USB 2.0 doch etwas lahm ist. Das ist im Alltag nicht ganz so wichtig, doch das Übertragen vieler Dateien, zum Beispiel eurer Urlaubsfotos und -videos, dauert dann eben länger. Abgerundet wird das Gesamtpaket durch gute Stereo-Lautsprecher.

Hochwertig & nachhaltig verarbeitet

Die Verarbeitung ist auf einem sehr hohen Niveau, hier haben wir tatsächlich rein gar nichts zu bemängeln. Das Nothing Phone (2) fühlt sich hochwertig an und macht einen robusten Eindruck. Passend dazu gibt es noch eine IP54-Zertifizierung zum Schutz vor Staub und Spritzwasser. Damit ist das Smartphone zwar nicht vollständig wasserdicht, aber zumindest etwas geschützt.

Laut Nothing besitzt das Phone (2) übrigens einen Lebenszyklus-Kohlenstoff-Fußabdruck von 53,45 kg CO₂ und gibt diesen Wert transparent auf der Verpackung an. Zudem besteht der Rahmen inkl. Buttons zu 100 % aus recyceltem Aluminium. Auch das verwendete Kupfer und Zinn wurde vollständig recycelt. Weitere Details könnt ihr im Nachhaltigkeitsbericht von Nothing nachlesen.

Display

Nothing spendiert dem Phone (2) ein 6,7 Zoll großes, Full-HD Display mit einem LTPO-AMOLED-Panel, welches die geschmeidige Bildrate von bis zu 120 Hz adaptiv regeln kann. Ein schönes Detail sind die vollständig symmetrischen Seitenränder sowie die zentrierte Punch-Hole für die Frontkamera – dazu später mehr.

Den Spezifikationen zufolge soll der Bildschirm eine Spitzenhelligkeit von bis zu 1.600 nits erreichen, was ein beachtlicher Wert ist. Mit unserem Display-Profiler konnten wir allerdings maximal 985 nits messen, sowohl bei reduziertem (20 % APL) als auch vollem Weißbildanteil (100 % APL). Zwar wird das Display bei direkter Sonneneinstrahlung hell genug, um Inhalte gut ablesen zu können, der von Nothing genannte Wert irritiert dennoch ein wenig.

Bei genauerer Recherche fällt dann auf: Der Wert gilt für die maximale Pixelhelligkeit, die wir mit unserem Testequipment so nicht messen können. Andere Smartphones, zum Beispiel das Pixel 7 Pro, erreichen aber selbst bei 20 % APL eine höhere Helligkeit (über 1.300 nits). Dennoch gefällt uns das verbaute Display sehr gut. Farben werden knackig dargestellt und Kontraste sind OLED-typisch grandios.

Leistung & Speicher

Unter der Haube hat sich Nothing für einen Snapdragon 8+ Gen 1 SoC entschieden. Zwar hätte der Hersteller auch den neueren Snapdragon 8 Gen 2 verwenden können, doch das hätte den Preis wohl nur weiter in die Höhe getrieben. Und ganz ehrlich: Auch das letztjährige Plus-Modell hat mit bis zu 3,2 GHz auf seinem Cortex-X2-Kern mehr als genug Leistungsreserven für die Zukunft.

Im Geekbench 6 erreicht das Nothing Phone 2 beispielsweise knapp 12 Prozent mehr Single-Core- und Multi-Core-Leistung als ein Google Pixel 7 Pro (Test). Gegenüber einem Samsung Galaxy S23 Ultra (hier im Test) hängt es hingegen knapp 18 % (Single-Core) respektive 19 % (Multi-Core) hinterher. Doch diesen Unterschied werdet ihr im Alltag vermutlich nicht spüren, da sich das Phone (2) mit seinem Nothing OS 2.0 (dazu gleich mehr) stets sehr flüssig bedienen ließ.

Wer gern auf seinem Smartphone zockt, wird mit dem SD 8+ Gen 1 auch zufrieden sein, denn die integrierte Adreno-Grafikeinheit sorgt für eine starke Gaming-Performance. Im 3D Mark Wild Life Extreme Stresstest positioniert sich das Phone (2) über einem Asus ROG Phone 6D Ultimate, wird jedoch auch hier vom Snapdragon 8 Gen 2 abgehängt.

Während diesem Stresstest, der den 3D Mark Wild Life Extreme Benchmark 20 Mal am Stück durchliefen ließ, erwärmte sich die Rückseite des Smartphones auf 42 °C. Der Chip scheint also nicht nur recht effizient zu arbeiten, das Smartphone kann die entstehende Wärme offensichtlich auch recht gut abführen bzw. auf das gesamte Gerät verteilen.

Nothing bietet das Phone (2) übrigens in verschiedenen Speichervarianten an. Das Basismodell verfügt über 8 GB Arbeitsspeicher mit 128 GB internem Speicher. Wer sich für das Modell mit 256 GB oder 512 GB Speicher entscheidet, kann sich hingegen auf 12 GB RAM freuen. Ein MicroSD-Slot zur Speichererweiterung ist nicht mit dabei. Für Dual-SIM bietet das Phone 2 zwei Nano-SIM-Slots an.

Software & Updates

Das Nothing Phone (2) wird mit Android 13 ausgeliefert und erhält erstmals Nothing OS 2.0, eine sehr schlichte und aufgeräumte Benutzeroberfläche. Im Mittelpunkt steht ein monochromes Design ohne bunte Farben oder viel Bling Bling. Es gibt hier und da ein paar Akzente in Rot, die das System etwas auffrischen. App-Icons lassen sich auf Wunsch in einer einheitlichen Farbe anzeigen, was dann für einen einheitlichen Look sorgt – und uns tatsächlich sehr gut gefällt.

Die Oberfläche kommt ohne Bloatware-Apps aus und zeigt auch keine Werbeanzeigen an, wie das bei anderen Herstellern ab und an mal der Fall ist – Xiaomi ist hier ein negatives Beispiel. Es gibt hier und da ein paar System-eigene Apps, ansonsten setzt Nothing im Kern auf Google-Anwendungen, beispielsweise für Telefon, Kontakte und Nachrichten.

Nothing OS 2.0 – Monochrome-Design & Widgets

Wirklich cool sind die neuen Widgets, welche ihr frei im Grid platzieren könnt. Wer möchte, kann sich sogar bestimmte Schnelleinstellungen als Widget auf den Startbildschirm legen und spart sich so den Weg in die Benachrichtigungsleiste oder die Einstellungen. Taschenlampe, Hotspot oder Akku teilen können sogar direkt auf dem Sperrbildschirm ablegt werden – simpel, aber wirklich praktisch.

Auch bei der Update-Garantie muss sich das Nothing Phone 2 mit 3 Jahren Android-Updates und vier Jahren Sicherheitspatches nicht vor der Android-Konkurren verstecken. Ein Google Pixel 7 Pro oder Samsung Galaxy S23 werden jedoch noch etwas länger mit neuer Software versorgt. Wann Nothing ein Update auf Android 14 plant, ist noch unklar.

Akku & Laden

Mit 4.700 mAh hat Nothing dem Phone (2) etwas mehr Kapazität als beim Phone (1) spendiert. Zumindest auf dem Papier kommt es daher nicht ganz an andere Flaggschiff-Smartphones heran, überzeugt aber dennoch mit einer exzellenten Akkulaufzeit – die wir so nicht erwartet hätten. Im PC Mark Battery Test hält das Smartphone bei fixierten 300 nits Displayhelligkeit, adaptiven 120 Hz und aktiviertem WLAN sowie GPS über 13 Stunden und 30 Minuten durch, ehe noch 20 % Restkapazität vorhanden sind. Das lässt selbst ein Asus ROG Phone 6 mit 6.000 mAh alt aussehen.

Geladen wird das Phone (2) dann in knapp 55 Minuten über USB Power Delivery 3.0 mit bis zu 45 Watt. Ein Netzteil ist, wie zu Beginn erwähnt, leider nicht mit dabei und kann optional bei Nothing für 35 Euro erworben werden. Alternativ bieten sich auch die ultrakompakten Anker Nano II Ladegeräte an, mit 45 Watt Leistung beispielsweise für unter 30 Euro. Ein passendes, und sogar recht schickes, USB-C-Kabel ist bereits im Lieferumfang dabei.

Kabellos lässt sich das Nothing Phone (2) übrigens mit maximal 15 Watt aufladen. Reverse Wireless Charging zum Aufladen von In-Ears, wie beispielsweise den Nothing Ear (2) (hier im Test), und Wearables ist mit bis zu 5 Watt möglich.

Kamera

Zu guter Letzt schauen wir uns natürlich noch die Kamera an, denn in dieser Disziplin wird es spannend, wie gut das Nothing Phone (2) mithalten kann. Die rückseitige Dual-Kamera setzt auf zwei 50 Megapixel Sensoren für die Haupt- und Ultraweitwinkelkamera. Die Frontkamera setzt hingegen auf einen 32 MP Sensor.

Die Kamera-App ist sehr übersichtlich gestaltet und bietet neben grundlegenden Modi wie Foto, Video und Porträt auch Modi für Zeitlupe, Zeitraffer, Panorama und Makro. Für Foto-Enthusiasten gibt es auch noch den Expertenmodus mit feinen Einstellungsmöglichkeiten. Ein auswählbarer Nachtmodus fehlt zwar, doch dieser wird im Foto-Modus bei entsprechenden Lichtverhältnissen automatisch aktiviert (Mond-Symbol taucht auf).

Beispielfotos

Bei Tageslicht sorgt die Hauptkamera für sehr ansehnliche Ergebnisse. Farblich soweit ordentlich abgestimmt, gut belichtet und mit vielen Details. Besonders kräftige Farben werden von der Software oftmals jedoch etwas zu stark gesättigt und beginnen dann zu „leuchten“. Beim näheren Betrachten der Bilder fällt des Weiteren auf, dass die Rauschunterdrückung noch nicht präzise genug arbeitet und so auch bei guten Lichtbedingungen sichtbares Rauschen in Teilbereichen auftritt.

Hauptkamera

Hinsichtlich Dynamikumfang liefert das Phone 2 eine gute Leistung ab. Die Software kann oftmals mehr Inhalte aus zu dunklen Bereichen darstellen, doch dafür werden andere Bereiche dann etwas zu hell eingefangen. Die Ergebnisse sind gut, haben aber auch hier noch etwas Potenzial.

HDR mit der Hauptkamera

Mit der Ultraweitwinkelkamera lassen sich dann natürlich mehr Inhalte einfangen. Mit 114 Grad ist die Linse jedoch nicht ganz so weit eingestellt, wie beispielsweise beim S23 Ultra (120 Grad) oder gar Pixel 7 Pro (126 Grad). Dennoch, die Bilder bieten eine ordentliche Qualität und verfügen nur über geringfügige Verzerrungen am Rand. Die höhere Auflösung kann der Sensor unserer Meinung nach aber nur geringfügig ausspielen. Ganz nett ist jedoch der Makromodus der Ultraweitwinkelkamera, mit dem ihr bis zu vier Zentimeter an Objekte herangehen könnt.

Makro mit dem Ultraweitwinkel

Wenn doch nur eine Telefotolinse da wäre ..

Eine dedizierte Zoomlinse hat das Nothing Phone (2) zwar nicht mit an Bord, doch der 2-fache Digitalzoom (max. 10x) kann sich dennoch sehen lassen. Das geknipste Foto ist allerdings etwas überschärft und könnte mehr Dynamik vertragen. Jede weitere Vergrößerung sorgt hingegen für immer mehr „Pixelbrei“, hier fehlt dem Smartphone schlichtweg eine Telefotokamera mit optischem Zoom. Ein Pixel 7 Pro oder Galaxy S23 Ultra mit Periskopkamera spielen da ganz klar in einer anderen Liga.

Zoom von Ultraweitwinkel bis 10-fach

Wenn die Sonne dann so langsam verschwindet, kann das Phone (2) für gute Nachtfotos sorgen. Die Bilder sind farblich ausgesprochen gut abgestimmt und besitzen eine vergleichsweise natürliche Abstimmung hinsichtlich Helligkeit. Nur bei besonders dunklen Umgebungen zeigt sich schnell, dass die Software dann doch an ihre Grenzen gerät. Ein Pixel 7 Pro kann in diesem Szenario für einen Tick mehr Qualität sorgen.

Nachtfotos mit der Hauptkamera

Im Portraitmodus liefert das Nothing Phone (2) recht solide Fotos ab. Das Ergebnis könnte zwar etwas heller belichtet und farblich besser abgestimmt sein, doch zumindest die Kantenerkennung für den Bokeh-Effekt (unscharfer Hintergrund) funktioniert recht gut. Doch auch hier zeigt sich: Vor allem Haare sind nach wie vor die schwerste Herausforderung.

Portraitmodus mit der Hauptkamera

Starke Selfies und gute Videos

Wirklich überrascht hat uns allerdings die Frontkamera, da wir nicht mit so einer guten Qualität gerechnet haben. Gut belichtet, farblich ordentlich abgestimmt, knackscharf – einfach gesagt: Klasse Selfies.

Selfies mit der Frontkamera

Videos kann das Phone (2) in 4K mit bis zu 60 fps aufzeichnen. Die Stabilisierung (OIS + EIS) arbeitet vergleichsweise gut und kann kleinere Ruckler gut ausbügeln. Bei heftigeren Bewegungen gerät aber auch das Phone (2) an seine Grenzen. Die Bildqualität ist auf einem guten Niveau, allerdings ist auch hier die Farbgebung ab und an etwas zu knallig eingestellt – Farben leuchten daher etwas mehr (was am Ende, wie bei Fotos, jedoch auch Geschmackssache ist).

Fazit

Ist das Nothing Phone (2) ein klares Flaggschiff-Smartphone? Vermutlich nicht, wenn ihr rein auf die Spezifikationen schaut. Am Ende kann uns das zweite Smartphones des Start-ups aber besonders mit seinem stimmigen Gesamtpaket überzeugen. Vor allem der verbaute Snapdragon-SoC zeigt, dass es nicht immer der neuste und schnellste Chip sein muss. Denn neben einer hohen Leistung sorgt der Chip vor allem für eine exzellente Akkulaufzeit.

Und obwohl das rückseitige Glyph Interface für viele immer noch eine Spielerei sein mag, so hat Nothing der LED-Beleuchtung ein paar sinnvolle Neuerungen spendiert. Zudem sorgt der Hersteller mit der transparenten Rückseite für einen auffälligen Look, den in dieser Form keine andere Marke im sonst eintönigen Smartphone-Markt bietet.

Bei der Kamera wird das Phone (2) seinem Preisschild allerdings nicht ganz gerecht. Zwar liefern die beiden Sensoren eine gute Qualität bei Tag und Nacht ab, es ist jedoch noch Luft nach oben vorhanden. Vor allem beim Zoom hätten wir uns, womöglich sogar statt des Ultraweitwinkels, eine Telefotokamera mit optischer Vergrößerung gewünscht.

Mit Nothing OS 2.0 bietet das Phone (2) jedoch eine sehr cleane Benutzeroberfläche mit einem schicken Look und ein paar sinnvollen Funktionen. Besonders die Widgets für Schnelleinstellungen, welche sich auch auf dem Sperrbildschirm ablegen lassen, gefallen uns gut. Dazu gibt es ein ordentliches Update-Versprechen.

Zu einem Preis ab 649 Euro UVP (mittlerweile günstiger) ist das Nothing Phone (2) ein gelungenes Smartphone. Ein Poco F5 Pro hat zwar auf dem Papier mehr zu bieten, kann dafür aber weder mit einem besonderen Design, noch einer hervorragenden Software aufwarten. Wer hinsichtlich Kamera noch etwas mehr Vielseitigkeit wünscht, sollte zum Google Pixel 7 Pro greifen.

Smartphones
Allround-PC.com Award
07/2023
Nothing Phone (2)
Empfehlung

Pro

  • einzigartiges Design
  • hochwertige Verarbeitung mit recycelten Materialien
  • gutes Display
  • sehr cleane Software mit ein paar Sonderfunktionen
  • gutes Update-Versprechen
  • starke Performance im Alltag
  • exzellente Akkulaufzeit
  • gute Fotos bei Tag und Nacht
  • Stereo-Lautsprecher

Contra

  • lahmer USB 2.0 Anschluss
  • Kamera braucht noch Optimierung („Luft nach oben“)
  • leider „nur“ IP54-zertifiziert

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Leonardo Ziaja Portrait Leonardo Ziaja stellv. Chefredakteur

Ist vor allem für die Bereiche Smartphones und Mobile zuständig, testet aber auch andere Hardware-Highlights wie Gehäuse, Prozessoren und Mainboards. Darüber hinaus sorgt er für hochwertige Bilder in unseren Testberichten.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher, weiblicher und diverser Sprachformen (m/w/d) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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