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Test: Kingston Fury Renegade RGB White DDR5-6000 (32 GB)

Schickes DDR5-Kit in weiß und mit RGB
Kingston Fury Renegade DDR5 RGB Arbeitsspeicher mit weißem Design auf einem Mainboard.

Fans von weißer Hardware können sich freuen, denn Kingston Fury bringt seine RAM-Riegel nun auch im weiß-silbernen Mantel auf den Markt. Daher haben wir uns direkt ein 32 GB Kit der Renegade RGB mit DDR5-6000 geschnappt und auf unser Testsystem geschnallt. Die Frage ist nur: Steht hier vor allem das Design im Vordergrund oder kann auch die Leistung überzeugen?

Unsere ersten Berührungspunkte mit DDR5 gab es mit den Kingston Fury Beast beim Test der Alder-Lake-Plattform von Intel, die gegen Ende 2021 an den Start ging. Seitdem hat Kingston immer wieder neue RAM-Kits mit höheren Taktraten und strafferen Timings auf den Markt gebracht. Als neues Zugpferd präsentierte der Hersteller dann letztes Jahr die Renegade-Riegel, welche wir mit RGB-Beleuchtung und durchaus knackigen 6.400 MT/s testen konnten.

Kingston Fury Renegade DDR5 RGB Arbeitsspeicher in Schwarz und Weiß.
Im Vergleich: Fury Renegade DDR5 in Schwarz und Weiß – Bild: Kingston

Für weiße Rechner, oder einfach einen schicken Akzent auf dem sonst schwarzen Mainboard, bieten sich Fury Renegade und Fury Beast nun auch in der weißen Variante an. Ganz konkret geht es in diesem Test um die Kingston Fury Renegade RGB 32 GB DDR5-6000 (KF560C32RWAK2-32) mit CL32-38-38, welche ab 140 Euro verfügbar sind. Alternativ sind die Riegel auch mit 6.400, 6.800 und 7.200 MT/s erhältlich.

Und: Ja, DDR5-RAM ist so langsam auf einem bezahlbaren Niveau angekommen. Die damals beim Alder-Lake-Test genutzten Fury Beast 32GB DDR5-4800 sind in 1,5 Jahren von 270 € auf 110 € gepurzelt. Auch die vor einem Jahr vorgestellten Fury Beast RGB 32 GB DDR5-5600 sind nun statt 270 € für 130 € verfügbar.

MT/s vs. MHz – Was denn nun?

Vielleicht fragt ihr euch, was denn jetzt MT/s sein soll? Wird RAM nicht eigentlich mit MHz angegeben? Die schnelle Antwort heißt: Jein, denn tatsächlich ist „megatransfers per second“ (kurz MT/s, Megaübertragungen pro Sekunde) die technologisch korrektere Angabe für die Geschwindigkeit von DDR-SDRAM-Speicher. Früher war die effektive Übertragungsrate mit der Taktfrequenz identisch, weswegen 100 MHz auch 100 MT/s entsprach. Mittlerweile wird bei einem Takt von 100 MHz jedoch eine Rate von 200 MT/s erreicht – weswegen die Kingston Fury Renegade RGB bei DDR5-6000 mit 3.000 MHz für eine Übertragungsrate von 6.000 MT/s takten. Weitere Details dazu gibt es unter anderem auch auf der Kingston-Webseite.

DDR5-RAM: Was ist neu?

Zwar ist DDR5-Arbeitsspeicher nun schon seit einiger Zeit auf dem Markt, doch einigen sind die Neuerungen womöglich noch nicht ganz so geläufig. Daher haben wir hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten DDR5-Merkmale für euch:

In erster Linie bietet DDR5-Arbeitsspeicher eine deutlich gesteigerte Bandbreite (auch durch höhere Taktraten) und eine effektivere Spannungsversorgung. Dazu gibt es nun einen On-Die ECC (Error Correction Code) zur automatischen Korrektur von Bitfehlern auf den DRAM-Chips, was die Systemstabilität erhöht. Durch die PMIC (Power Management Integrate Circuits) wurde die Energieverwaltung nun direkt auf die RAM-Riegel gebracht.

Unterschiede: DDR4 vs. DDR5
Unterschiede: DDR4 vs. DDR5 – Bild: Kingston

Darüber hinaus sinkt die Grundspannung beim DDR5-Standard von 1,2 Volt auf 1,1 Volt. Gegenüber DDR4-Arbeitsspeicher wird also knapp 20 % weniger Strom verbraucht (was jedoch ehrlicherweise nur auf die JEDEC-Spezifikation zutrifft). Mit werksseitig angepassten XMP-Profilen kann die Spannung dann auch mal auf 1,35 Volt ansteigen – so wie in diesem Fall bei den Fury Renegade RGB DDR5-6000.

Weitere Neuerungen:

Design & Features

Was sollen wir groß beschreiben: Die weiße Ausführung der Kingston Fury Renegade RGB erhält statt einem schwarz-silbernen nun einen weiß-silbernen Kühler – war ja irgendwie auch zu erwarten, oder? Aber kleiner Spaß am Rande: Durch den weißen Hauptton eignen sich die Riegel perfekt als Kontrast zum oftmals schwarzen Mainboard oder für einen All-White-PC-Build, wofür sich unter anderem auch die neuen be quiet Light Wings White oder die MSI GeForce RTX 4070 Ti White eignen.

Allerdings kommt durch den vorwiegend weißen Look besonders der milchige RGB-Streifen auf der Oberseite noch etwas deutlicher zur Geltung. Die Beleuchtung verteilt sich gleichmäßig über die gesamte Länge des Riegels, was für besonders schicke Farbverläufe sorgt. Ihr könnt die bunten LEDs entweder über das Mainboard steuern, und dann auch mit anderen Komponenten synchronisieren, oder mit der Kingston Fury CTRL Software (inkl. 16x vorgefertigten Effekten) regeln. Wer möchte, kann die Renegade natürlich auch gänzlich ohne RGB-Leiste verwenden.

Durch den Aluminiumkühler ragen die Renegade-RGB-Riegel knapp 44 mm in die Höhe, wodurch sie noch etwas größer als die Kingston Fury Beast RGB (hier im Test) sind. Allerdings liegt das vorwiegend an den äußeren Erhebungen, denn im mittleren Bereich sind es nicht mehr ganz so übermäßig hohe 40 mm.

Weiße Kingston Fury Renegade DDR5-Riegel auf einer Steinplatte.

Auf der schwarzen Platine sitzen übrigens Speicherchips aus dem Hause SK Hynix. Um welche Art von Die-Klasse es sich handelt, ließ sich leider nicht auslesen. Jedenfalls lassen sich die Renegade RGB in diesem Fall mit drei XMP 3.0 Profilen nutzen:

Als Default-Profil, also wenn ihr das Kit erstmalig verbaut, wird DDR5-4800 mit CL42-39-39-77 bei 1,1 Volt (nach dem JEDEC-Standard) eingestellt. Für die volle Performance müsst ihr also manuell das entsprechende XMP-Profil einstellen und abspeichern. Falls ihr Fragen zum Einbau und den richtigen Einstellungen habt, schaut mal in unsere PC Zusammenbau Tutorial rein – und hinterlasst gern einen Kommentar.

Leistungstest

Um die Performance des Kits zu testen, haben wir einerseits synthetische Benchmarks (AIDA64 Extreme) und einen Spiele-Benchmark (Forza Horizon 5) durchgeführt. Hierfür wurden die Kingston Fury Renegade DDR5 RGB (White) im XMP-Profil #1 mit 6.000 MT/s bei 1,35 Volt betrieben.

XMP-Profile in CPU-Z
XMP-Profile in CPU-Z
OC-Profil für DDR5-6800
OC-Profil für DDR5-6800

Darüber hinaus haben wir das Kit mit ein paar Handgriffen (und viel Geduld) auf DDR5-6800 übertaktet. Zwar mussten wir dabei die Timings (CL40-44-44-115) sowie die Spannung (1.4 Volt) entsprechend hochschrauben, doch so liefen die Riegel sehr stabil und sorgten für eine höhere Leistung. Mit etwas mehr Feintuning und noch mehr Zeit ließe sich aber bestimmt noch etwas mehr Performance herauskitzeln.

Testsystem:

CPUIntel Core i7-12700K (12 Kerne, max. 5,0 GHz, Standard-Settings)
MainboardAsus ROG Z690 Maximus Hero
GrafikkarteAsus TUF Gaming RTX 3070 OC
KühlungCooler Master MasterLiquid PL240 Flux
Netzteilbe quiet! Dark Power Pro 12 1.200 Watt
GehäuseCooler Master MasterFrame 700 (im Bench-Table-Modus)
Lüfter3x Arctic BioniX P120 ARGB 120 mm
WärmeleitpasteArctic MX4
BetriebssystemWindows 11 Home

Synthetische Benchmarks

In den Durchsatz-Tests von AIDA64 Extreme ordnen sich die Kingston Fury Renegade RGB DDR5-6000 – wie zu erwarten war – im Mittelfeld zwischen Kits mit DDR5-5600 und DDR5-6400 ein. Mit dem OC-Profil für DDR5-6800 steigert sich die Leistung natürlich, wodurch sich die RAM-Riegel nach vorne schieben. Hier erreicht das Kit sogar einen Lesedurchsatz von über 100 Gigabyte pro Sekunde.

AIDA64 Extreme

Darüber hinaus liegt auch die Speicherverzögerung (Latenz) in AIDA64 Extreme im Mittelfeld. Überraschend ist hier das Ergebnis im OC-Profil, das nicht ganz an den Wert der Renegade RGB mit DDR-6400 herankommt. Gegenüber DDR4-Kits mit deutlich geringerer Taktfrequenz ist die Latenz bei DDR5 aber weiterhin ausbaufähig.

Spiele-Benchmark

Im Benchmark von Forza Horizon 5 bei extremen Grafikdetails zeigt sich, dass RAM-Taktfrequenzen nicht direkt einen Einfluss auf die Framerate haben. Der limitierende Faktor dürfte in unserem Fall eher die Kombination aus Prozessor und Grafikkarte sein und weniger der Arbeitsspeicher. Dennoch: Es zeigen sich kleinere Unterschiede, vor allem zwischen DDR5-5200 und DDR5-6800. Überraschend ist auch hier das Ergebnis der Kingston Fury Beast DDR5-5200 bei UHD-Auflösung.

Forza Horizon 5 (Extrem-Details)

Temperaturen

Während des Stabilitätstests mit MemTest64 für 30 Minuten erwärmten sich die Arbeitsspeicherriegel im SPD Hub maximal auf 62 °C (laut HWInfo64). Der Wärmebildkamera im Catphone S62 Pro (hier im Test) zufolge erreichten die Heatspreader unter Last maximal 57,6 °C. Das sind gute Werte, die zeigen, dass der Kühlkörper die entstehende Wärme gut abführen kann. Bedenkt aber, dass ein gewisser Luftzug gegeben sein muss – denn ansonsten kann sich das Kit schnell auch mal auf über 70 °C aufheizen. Im Leerlauf „dümpelt“ das Duo hingegen bei durchschnittlich unter 40 °C herum.

Wärmebild der Kingston Fury Renegade RGB DDR5-Riegel im Stresstest.
Die Wärmebildaufnahme zeigt die Hotspots im Stresstest.

Fazit

Die Kingston Fury Renegade DDR5 RGB bieten vor allem in der weißen Ausführung ein noch auffälligeres Design, das perfekt mit der milchigen RGB-Leister harmoniert und wunderbar zu einem All-White-PC-Build passt. Wer seinen Rechner hingegen etwas schlichter gestalten möchte, aber nicht auf den weiß-silbernen Heatspreader verzichten will, kann auch zur „non-RGB“-Variante greifen.

Doch auch hinsichtlich Leistung und Temperaturen können die weißen Renegade-Riegel überzeugen. Mit DDR5-6000 erwartet euch eine hohe Performance mit einigermaßen guten Latenzen. Wer etwas Feintuning betreibt und neben etwas Know-How auch genug Zeit mitbringt, wird sicherlich noch bessere Taktfrequenzen und Timings erreichen können – wir konnten das Kit locker mit 6.800 MT/s betreiben.

Erfreulicherweise ist DDR5-Arbeitsspeicher mittlerweile recht erschwinglich geworden. Das hier getestete Kit mit 32 GB Kapazität und DDR5-6000 gibt es derzeit ab 140 Euro. Wer auf RGB verzichten kann, kann zu den unbeleuchteten Fury Renegade ab 130 Euro greifen – die es ebenso in Schwarz und Weiß zu kaufen gibt.

DDR5-RAM
Allround-PC.com Award
05/2023
Kingston Fury Renegade RGB Weiß DDR5-6000 (32GB)
Empfehlung

Pro

  • hohe Leistung ab Werk (mit XMP)
  • hochwertige Verarbeitung und schickes Design
  • milchige LED-Leiste sorgt für RGB-Spektakel
  • CTRL-Tool für LED-Effekte
  • gute Kühlung durch Heatspreader

Contra

  • Latenzen noch ausbaufähig
Allround-PC Preisvergleich

Beitrag erstmals veröffentlicht am 17.05.2023

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Leonardo Ziaja Portrait Leonardo Ziaja stellv. Chefredakteur

Ist vor allem für die Bereiche Smartphones und Mobile zuständig, testet aber auch andere Hardware-Highlights wie Gehäuse, Prozessoren und Mainboards. Darüber hinaus sorgt er für hochwertige Bilder in unseren Testberichten.

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