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AMD Ryzen 9000 „Granite Ridge“: Zen 5 CPUs mit absurder Leistungssteigerung?

Was wissen wir bisher zur neuen Desktop Generation?
AMD Themen

Es gibt neue Gerüchte zu den kommenden Prozessoren der AMD Ryzen 9000 Serie. Die “Granite Ridge” CPUs sollen auf der Zen 5 Architektur basieren und noch in diesem Jahr erscheinen. Doch was wissen wir aktuell zu den neuen Desktop Prozessoren? Und wie hoch könnte das Leistungsplus ausfallen?

In diesem Jahr werden wohl die ersten Prozessoren auf Basis der Zen 5 Mikroarchitektur debütieren. Die Ryzen 9000 CPUs sollen die aktuellen Ryzen 7000 Desktop-Modelle (Test) ablösen und einige Upgrades mit sich bringen. Schon seit einiger Zeit kursieren verschiedene Gerüchte zu den Prozessoren, wobei immer wieder neue Details auftauchen.

AMD Ryzen 7 7800X3d Prozessor Vepackung

AMD Ryzen 7 7700X3D

Beim AMD Ryzen 7 7700X3D handelt es sich um das Gaming-Flaggschiff des Herstellers mit 3D-Cache. Die CPU für den Sockel AM5 bietet 8 Kerne und 16 Threads bei einem Takt von bis zu 5 GHz. Aktuell gibt es die CPU für rund 405 Euro (hier kaufen) zu kaufen.

Ryzen 9000 erscheint noch für den Sockel AM5

Dem bekannten Tech-YouTuber und Analyst “High Yield” zufolge werden die Ryzen 9000 Prozessoren weiterhin mit dem Sockel AM5 (LGA 1718) kompatibel sein, wobei diese Angabe als gesichert betrachtet werden kann. Immerhin hatte AMD schon bestätigt, dass der Sockel noch einige Jahre mit neuen CPUs unterstützt werden soll. Der interne Speichercontroller der CPUs wird DDR5 Arbeitsspeicher mit bis zu 6.400 MT/s unterstützen. Die TDP wird im Vergleich zu den aktuellen Modellen ebenfalls unverändert bleiben. Entsprechend wird es wohl wieder CPUs in den TDP-Klassen 65 Watt, 105 Watt und 170 Watt geben.

AMD Sockel AM5

Des Weiteren wurde bestätigt, dass das bekannte „On-Package Chiplet Design“ mit seinen einzelnen Dies erhalten bleibt. Die neuen Zen 5 CCDs hören auf den Namen „Eldorado“ und verfügen über acht Zen 5 „Nirvana“ Kerne. Laut dem Analyst sollen die neuen Kerne eine höhere IPC (Instruktionen pro Taktzyklus) erreichen, explizit wird eine Steigerung im zweistelligen Bereich (10 %+) erwartet.

Zen 5 mit höherer IPC?

Möglich wird dies wohl auch durch doppelt so viele FPU-Pipelines pro Kern (via Mystical) im Vergleich zu einem Zen-4-Kern, womit die Architektur deutlich breiter ausgelegt wäre und künftig vier statt zwei Befehle pro Takt abarbeiten könnte. Darauf schließt ein Patch für den GCC-Compiler, der gestern eingereicht wurde und Rückschlüsse auf die kommenden Prozessoren geben könnte.

Laut Phoronix soll Zen 5 zudem über eine zusätzliche Einheit zur Adressgenerierung (kurz AGU) verfügen, was die Blockanzahl auf vier statt drei erhöhen würde. Des Weiteren sollen die Kerne sechs statt vier ALU-Pipelines besitzen, um noch mehr Instruktionen pro Takt abarbeiten zu können (sofern die Auslastung der Pipelines effektiv geregelt wird).

AMD Ryzen Prozessoren nebeneinander

Allerdings rechnet der YouTuber RedGamingTech mit einer fast schon absurden Steigerung. Glaubt man den Gerüchten, dann könnte die IPC gegenüber Zen 4 um mehr als 30 % ansteigen. Ein solcher Leistungssprung erscheint jedoch eher unwahrscheinlich, ansonsten würde es sich beinahe schon um einen neuen „Ryzen Moment“ handeln. Die erste Zen Generation übertraf die IPC der Excavator Chips um mehr als 40 Prozent. Mit Zen hatte AMD damals jedoch eine komplett neue CPU-Architektur an den Start gebracht. Realistischer erscheint eine IPC-Steigerungen bei Zen 5 um 15 bis 20 %. Beim Takt wird es voraussichtlich keine größeren Änderungen geben.

I/O-Die ohne Veränderungen

Weitere Gerüchte sprechen davon, dass es beim I/O-Die keine Veränderungen geben wird. So soll AMD das I/O-Chiplet von Ryzen 7000 (Raphael) übernehmen, wodurch es allerdings auch kein Upgrade bei der internen GPU geben würde. Dadurch würde die GPU bei Granit Ridge weiterhin auf RDNA 2 basieren. Die Anzahl der PCIe 5.0 Lanes würde ebenfalls unverändert bei 28 liegen. 

Die Fertigung der CPUs soll zunächst im N4 Verfahren erfolgen, wobei zu einem späteren Zeitpunkt der Wechsel zu einem N3 Verfahren geplant ist. Vorstellbar wären hierbei N3E oder N3P. Als Fertiger steht erneut TSMC im Raum, Samsung wurde in der Gerüchteküche allerdings auch mehrfach genannt. 

Wann erscheinen die Ryzen 9000 Prozessoren?

Vor Kurzem hat AMD seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2023 bekannt gegeben. Im Rahmen der Bekanntmachung wurde seitens des Herstellers bestätigt, dass die ersten Zen 5 Consumer-Produkte im späteren Verlauf des Jahres erscheinen werden. Somit dürfen die Ryzen 9000 Prozessoren in der zweiten Jahreshälfte 2024 den Markt erreichen. Daneben hat AMD CEO Lisa Su bestätigt, dass die ersten Server-Prozessoren auf Basis von Zen 5 ebenfalls in diesem Zeitraum erscheinen werden. Zumindest die Desktop-CPUs werden dann gegen Intels Core Ultra 200 (Arrow Lake S) Prozessoren antreten.

AMD Ryzen 9 7950X Prozessor im Sockel verbaut

Weitere Prozessoren auf Zen 5 Basis erwartet

Daneben wird Ende 2024 der Release der “Strix Halo” Modelle erwartet, bei denen es sich um neue APUs mit Zen 5, RDNA 3.5 und XDNA 2 handelt. Diese Modelle sollen vor allem mit einer hohen GPU Leistung auftrumpfen, wobei das Niveau einer Radeon RX 7600 XT (Test) erreicht werden soll. Einige Gerüchte gehen zudem davon aus, dass Ryzen 9000X3D (Granit Ridge X) schnell folgen könnte. Hierbei handelt es sich um Prozessoren mit dediziertem 3D-Cache, der für eine höhere Gaming Leistung sorgt. Laut dem Leaker @Kepler_L2 könnten die Gaming-CPUs schon auf der CES 2025 vorgestellt werden.

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Beitrag erstmals veröffentlicht am 26.01.2024

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Quellen
Arian Krasniqi Profilbild Arian Krasniqi

…ist seit 2021 Teil des Teams und befasst sich vor allem mit Hardware-Komponenten sowie mit weiteren technischen Neuheiten. Auch aktuelle Spiele auf PC und Konsole gehören zu seiner Leidenschaft.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher, weiblicher und diverser Sprachformen (m/w/d) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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