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Asus ROG Falchion RX Low Profile im Test: Flache Tasten in Bestform

65%-Gaming-Tastatur mit Touchbar
Asus Themen
Weiße Asus ROG Falchion RX Low Profile Gaming-Tastatur auf Tisch mit Carbonoptik, dahinter bunte Beleuchtung.

Die kompakte und superflache Gaming-Tastatur ROG Falchion RX Low Profile verspricht einen Feature-Umfang, den vor einigen Jahren nur den halben Schreibtisch bedeckende Full-Size-Modelle zu bieten hatten. Die Tastatur zeichnet sich durch verschiedene kabellose Verbindungsmöglichkeiten, eine lange Akkulaufzeit und eine vielseitige Touch-Leiste sowie die ROG RX-Schalter aus. Wir haben das Low Profile Keyboard für euch getestet.

Asus hat die ROG Falchion RX Low Profile zur CES 2024 Anfang des Jahres vorgestellt. Wie viele der aktuellen Asus-Tastaturen, darunter etwa die ROG Azoth und die ROG Strix Scope II 96 Wireless, zeichnet sich auch die kompakte 65-Prozent-Tastatur durch ein hochwertiges Äußeres, vorgeölte sowie gedämpfte Tastenschalter und ein gewisses Extra aus, das eher den Luxus-Features zuzuordnen ist.

Bei Azoth und Scope II waren es Displays und Multifunktions-Steuerelemente, bei der Falchion RX ist es ein interaktives Touchpanel, das durch ein Streichen des Fingers Einstellungen der Mediensteuerung, Beleuchtung und Co. ermöglicht. Dieses kam jedoch bereits in ähnlicher Form bei der Falchion Ace zum Einsatz, wirkliches Alleinstellungsmerkmal gegenüber den genannten Modellen sind diesmal die flachen Tastenschalter und -kappen.

Asus ROG Falchion RX Low Profile plus Harpe Ace Maus
Bild: Asus

Asus ROG Falchion RX LP – Flaches Gaming-Keyboard

Die kompakte und superflache Gaming-Tastatur ROG Falchion RX Low Profile verspricht einen Feature-Umfang, den vor einigen Jahren nur den halben Schreibtisch bedeckende Full-Size-Modelle zu bieten hatten.

Preislich liegt die ROG Falchion RX Low Profile mit knapp 190 Euro UVP in etwa gleichauf mit ähnlichen Asus-Modellen wie der Strix Scope II 96 Wireless. Gleich zum Verkaufsstart wird die Falchion RX jedoch als Bundle ohne Aufpreis mit einer kostenlosen ROG Harpe Ace Aim Lab Edition Gaming-Maus angeboten. Der Gesamtwert beider Produkte läge eigentlich bei fast 350 Euro, ihr könnt hier also 150 Euro sparen.

Design & Verarbeitung

Bei der ROG Falchion RX Low Profile handelt es sich, in Asus eigenen Worten, um eine “65%-Tastatur in einem 60%-Rahmen”. Diesen Unterschied von fünf Prozent machen in der Regel die Navigations- (Einfügen, Entfernen, Bild auf/ab) sowie Pfeiltasten aus, welche bei 65-Prozent-Modellen und auch der Falchion RX an das übrige Tastenfeld gerückt werden. Viele weitere Tasten, darunter F1 bis F12, sind nur über Tastenkombinationen erreichbar, erkennbar durch Beschriftungen an der Vorderkante jeder Tastenkappe.

Ganz so kompakt wie bei der vor rund einem Jahr vorgestellten Namensverwandten ROG Falchion Ace wird es nicht: Dafür sorgt das Touchpanel an der Oberkante, durch das die Falchion RX LP einige Milimeter breiter wird. Aufgrund der Low-Profile-Tastenkappen ist sie jedoch deutlich flacher gehalten.

Etwas breiter, aber deutlich flacher!

Die genauen Abmessungen lauten 306 x 110 x 26,5 mm, was nicht ganz an die kompakten Maße vergleichbarer 60-Prozent-Modelle, wie der HyperX Alloy Origins 60 (297,2 x 106,7 x 38,1 mm) oder der Sharkoon Skiller SGK50 S4 (293 x 103 x 38 mm) heranreicht. Auch verglichen mit anderen 65-Prozent-Modellen wie der Cherry MX-LP 2.1 Compact Wireless (308 x 99 x 27 mm) fällt die Falchion RX nicht außergewöhnlich klein aus.

Asus ROG Falchion RX LP in seitlicher Ansicht von links.

Die Falchion RX Low Profile setzt auf eine stimmige Kombination aus einem silbernen Aluminiumrahmen und weißen Tastenkappen. Diese sind zwar aus ABS gefertigt, sollen aber durch eine spezielle UV-Beschichtung besser vor Schmutz geschützt sein. Die matten Kappen nehmen tatsächlich weniger schnell als befürchtet die typischen Fingerabdruck-Flecken an, dafür sind letztere auf dem spiegelnden Display-Element umso besser zu sehen.

Dieses schmale Display zieht sich über die gesamte Breite der Tastatur oberhalb des Tastenfeldes und zeigt an den äußersten Rändern jeweils Hinweise auf die Windows-Sperre, CapsLock und die aktive Funktion des Touchpanels an. Den Großteil des Displays nehmen diverse RGB-Leuchtelemente ein, die Eingaben an besagtem Touchpanel visualisieren und in der Armoury Crate Software (gleich mehr dazu) weiter angepasst werden können.

Kleine Tastatur mit großem Funktionsumfang

An der Oberkante der Tastatur befinden sich verhältnismäßig viele Bedienelemente: Am linken Ende sitzt ein Multifunktionsschalter für die daneben gelegene Touch-Leiste, welche zum Anpassen von Lautstärke, Tastenhelligkeit und Co. verwendet wird. Rechter Hand gibt es ein Dongle-Staufach, einen USB-C-Ladeanschluss, einen Schalter für PC/Mac sowie einen Schalter zum Umschalten des Verbindungsmodus.

Schalter für Konnektivität, USB Typ-C Anschluss, Fach für den USB-Dongle.

Die ROG Falchion RX Low Profile kann optional auf zweistufigen und gummierten Standfüßen aufgestellt werden. Im Lieferumfang befindet sich außerdem eine Kunststoff-Schutzhülle, in der die Tastatur sicher transportiert werden kann. Alternativ lässt sich die Tastatur auch in dieser Kunststoffschale abstellen, was laut Asus für einen noch leiseren Tastenanschlag sorgen soll. Zu diesem Zweck ist auch die Hülle mit vier Gummi-Rutschsicherungen versehen.

Eigenschaften

Wie bei aktuellen Flaggschiff-Tastaturen so üblich, bietet auch die ROG Falchion RX Low Profile eine Tri-Mode-Konnektivität. Sie kann also entweder per USB-Kabel oder kabellos, dann wahlweise per Bluetooth oder Funk-Empfänger, mit dem PC verbunden werden. Letztere Option empfiehlt sich vor allem wegen der besseren Latenz, per Bluetooth kann die Tastatur dafür mit bis zu drei Geräten gekoppelt werden.

Wer nicht die Tastatur mit mehreren Endgeräten, sondern mehrere kabellose Eingabegeräte an einen PC anschließen möchte, profitiert dagegen vom neuen Omni-Transmitter für die 2,4-GHz-Verbindung. Über diesen lassen sich die ROG Falchion RX Low Profile sowie eine kompatible Maus, etwa die ROG Harpe Ace Aim Lab Edition, koppeln – es wird also nur noch ein USB-Anschluss für beide Geräte belegt. Beim Umschalten auf die Bluetooth- oder Kabel-Verbindung kann der Omni-Transmitter in einem praktischen Staufach an der Tastatur gelagert werden, ein beiliegender Dongle-Verlängerer zum Anklippen an Mauspad und Co. wird ebenfalls mitgeliefert.

Kein Kabel, keine Latenz, keine Sorgen?

Der Wechsel zwischen den Verschiedenen Verbindungsmodi funktioniert dank des Schiebereglers und drei Tastenkürzeln für die Bluetooth-Profile nahtlos. Im 2,4-GHz-Modus ist von Latenz nichts zu spüren, die Eingaben werden ohne Verzögerung übertragen, als würde die Tastatur am Kabel hängen.

Mit einer Akkulaufzeit von über 430 Stunden – zumindest laut Asus, denn diese Angabe lässt sich nur schwer überprüfen – scheinen alle Nachteile der kabellosen Verbindung aus der Welt geschafft, allerdings gilt dieser Wert nur bei deaktivierter Beleuchtung. Mit leuchtenden LEDs reicht die Laufzeit nach unserer Hochrechnung zwar nicht annähernd an 430 Stunden heran, lässt mit mehreren Tagen ohne Ladebedarf jedoch auch wenig Raum für Beschwerden.

Software: Armoury Crate

Der verbleibende Akkustand kann wie gehabt in der Armoury Crate Software eingesehen werden, für eine schnelle Akku-Info reicht sogar ein Klick auf das Taskleisten-Symbol. In der Software können wieder Einstellungen an Tastenbelegung sowie -beleuchtung vorgenommen und auf dem Onboard-Speicher in bis zu sechs Profilen hinterlegt werden. Makros lassen sich alternativ auch per Tastenkombination ohne Zuhilfenahme der Software einstellen.

Auch die Funktion der Touch-Leiste kann in der Armoury Crate angepasst werden. Eine benutzerdefinierte Option ermöglicht die Belegung der drei Gesten: links/rechts Wischen und Doppeltippen. Ein Wischen zählt als einzelner Tastendruck, eine Option zum “Halten” der Taste gibt es nicht. Beim Anpassen der Lautstärke funktioniert diese Touch-Funktion recht gut, die Möglichkeiten bei eigenen Einstellungen bleiben jedoch begrenzt.

Stabil und leise: ROG RX Red Low-Profile Schalter

Unter den Tasten kommen die hauseigenen ROG RX-Schalter als Red Low-Profile Variante zum Einsatz. Die größere Standard-Version der optisch-mechanischen RX-Schalter konnten wir schon bei unserem Test zur ROG Strix Scope RX kennenlernen und lobten bereits vor vier Jahren den leisen, und dank hohlquadratischem Schaft, vier Verankerungen in den Ecken und X-Stabilisatoren auch sehr stabilen, gleichmäßigen Tastenanschlag.

ROG RX Red Low-Profile Schalter Nahaufnahme.

Die Leuchtdiode ist bei diesem Schalterdesign mittig platziert. Auch die Tastenbeschriftungen sind aus diesem Grund zentriert, allerdings reicht die Leuchtkraft bei einigen Tasten nicht für eine gleichmäßige Ausleuchtung aus, insbesondere bei größeren Tasten wie der Eingabetaste oder solchen mit besonders vielen Funktionen.

Was ist ein optisch-mechanischer Switch?

Beim Herunterdrücken einer optisch-mechanischen Taste wird ein Infrarot-Laser unterbrochen und signalisiert den Tastenanschlag – deutlich schneller als beim rein mechanischen Ansatz. Wo manche rein optische Tastaturen für meinen Geschmack fast zu schnell auslösen und gerne mal „ddoppelte“ Buchstaben untermischen, werden versehentliche Tastenanschläge bei den ROG RX-Schaltern durch einen höheren Start-Widerstand verhindert. Das war schon bei den RX-Modellen in herkömmlicher Größe der Fall und anfangs recht ungewohnt.

Die Low-Profile-Variante behält den gleichen Widerstand beim ersten Drücken und beim Erreichen des Auslösepunktes bei – 40 g Betätigungs- und 55 g Gesamtkraft – fühlt sich durch einen verkürzten Gesamtweg von 1,5 mm auf 1,0 mm jedoch nicht ganz so schwergängig an. Tippfehler entstehen höchstens durch die flachen und somit näher beieinander liegenden Tastenkappen. Hier fällt für manche Nutzer womöglich eine kurze Eingewöhnungsphase an.

Bereits nach kurzem Ausprobieren fällt sofort auf, wie leise es sich auf der Falchion RX tippen lässt. Im Innern sorgt eine zweilagige Silikonschaum-Dämpfung für gedämpfte Tastenanschläge ohne Ping-Geräusch oder Klackern. Zudem sind die Schalter ab Werk mit Schmiermittel versehen. Noch leiser wird das Tippgeräusch, wenn die Tastatur auf der Gummi-Beschichtung an der Innenseite der Kunststoffhülle abgestellt wird. Laut Asus ist die Hülle, neben ihrer Schutzfunktion beim Transport, speziell auch für diesen Zweck vorgesehen. Leider rutscht die Hülle trotz eigener Gummifüße deutlich mehr auf dem Schreibtisch herum, weshalb sie in unserem Fall nur selten untergelegt wurde.

Fazit

Die Asus ROG Falchion RX Low Profile stellt den nächsten Entwicklungsschritt in Asus Neuausrichtung der Tastaturen-Sparte dar. Für Bastler ist die Falchion RX Low Profile diesmal nichts, da die Schalter fest verbaut sind und auch passende Drittanbieter-Tastenkappen nur schwer zu finden sein dürften. Für diese Zwecke hat Asus jedoch inzwischen mehr als genug Hot-Swap-fähige Modelle im Angebot.

Wer nicht auf der Suche nach einem weiteren Tastaturen-Baukasten ist, findet in der Falchion RX Low Profile dagegen ein rundum gelungenes Modell mit hochwertiger Verarbeitung und hervorragend umgesetzten Features. Die langen Akkulaufzeiten und latenzfreie Verbindung per SpeedNova-Technologie in Kombination mit den sehr guten Low-Profile-Varianten der ROG RX-Schalter glänzen sowohl im Spiel als auch bei Alltags-Anwendungen. Das interaktive Touch-Panel ist ein nettes Extra, nimmt neben den genannten Highlight-Features jedoch eher eine Nebenrolle ein.

Die UVP von 189,90 Euro ist überraschend fair, nachdem Preise anderer Modelle wie der 300 Euro teuren ROG Azoth unserer Meinung nach deutlich zu hoch angesetzt waren. Zudem wird die Falchion RX Low Profile derzeit als Bundle-Deal zusammen mit einer kostenlosen ROG Harpe Ace Aim Lab Edition Gaming-Maus angeboten. Die farblich passende Maus kostet üblicherweise knapp 150 Euro und ist darüber hinaus mit dem Omni-Transmitter der Falchion kompatibel – das Bundle lohnt sich also in jedem Fall.

Eingabegeräte
Allround-PC.com Award
01/2024
Asus ROG Falchion RX Low Profile
Empfehlung

Pro

  • hochwertiges Design
  • praktische Touch-Leiste
  • Omni-Transmitter
  • vorgeölte, leise Tasten
  • lange Akkulaufzeit
  • Bluetooth-, Funk- und Kabel-Optionen

Contra

  • nicht alle Tastenkappen gleichmäßig ausgeleuchtet

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Redakteur Robin im grünen Pulli Robin Cromberg

... studiert Asienwissenschaften und Chinesisch an der Universität Bonn und ist als Redakteur hauptsächlich für die Ressorts der Eingabe- und Audiogeräte bei Allround-PC.com zuständig, schreibt aber auch über Produktneuheiten aus vielen anderen Bereichen.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher, weiblicher und diverser Sprachformen (m/w/d) verzichtet. Alle Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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