Apple iPhone 15 (Pro): Display mit gebogenen Seiten?

Die Schere zwischen non-Pro und Pro wird wohl wachsen
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Bild: Apple

Auf das aktuelle iPhone 14 (Pro) wird wohl im September das Apple iPhone 15 (Pro) folgen. Doch welche Details und Leaks gibt es bisher zum nächsten iPhone? Wir haben euch alle wichtigen Informationen übersichtlich zusammengefasst.

Letzte Aktualisierung vom 30. Januar: Wi-Fi 6E-Chip von Broadcom?

iPhone 15: Ultra statt Pro?

Mit der iPhone 14-Serie hat Apple die Unterschiede zwischen dem normalen und dem Pro-Modell deutlich verschärft. Nicht nur bietet das Pro ein gänzlich neues und moderneres Design, sondern auch einen aktuelleren SoC. Während das iPhone 14 mit dem älteren A15 Bionic vorliebnehmen muss, kommt beim teureren Modell der Apple A16 Bionic zum Einsatz. Zuvor verbaute Apple in allen Versionen den gleichen SoC. Zunächst sprachen Gerüchte davon, dass die Wiederverwendung des A15 eine Folge des Chipmangels war. Auch das Always-On-Display und die 48-MP-Hauptkamera bleiben dem iPhone 14 Pro (Max) vorbehalten.

Mit der iPhone 15-Serie sollen diese Unterschiede weiter anwachsen. Dies geht zumindest aus einem Bericht von Ming Chi Kuo hervor, der als Analyst für die Finanzberatungsfirma TF Securites in Taiwan tätig ist. Demnach strebt Apple eine klare Differenzierung des Pro-Modells an. Hierfür soll der Funktionsumfang im Vergleich zu den günstigeren Varianten anwachsen, sodass Käufer*innen vornehmlich zum teureren Smartphone greifen. Hierdurch lässt sich theoretisch der durchschnittliche Verkaufspreise der Geräte anheben, ohne mehr Einheiten verkaufen zu müssen. Auch die Erschließung neuer Märkte soll so umgangen werden. Eine ähnliche Aussage hatte Kuo bereits vor dem iPhone 14 Launch getätigt. Weitergehend könnte Apple beim iPhone 15 erstmals Unterschiede zwischen dem Pro und Pro Max planen.

[27.09.2022] Update

Aus Pro Max wird Ultra: Der Bloomberg Redakteur Mark Gurman erwartet, dass Apple aus dem kommenden iPhone 15 Pro Max ein iPhone 15 Ultra macht. Damit soll die Abstufung zwischen den einzelnen Modellen klarer werden. Dazu gehört auch, die Differenzierung zum „Ultra“-Modell nochmals stärker auszubauen. Dies würde auch zu älteren Gerüchten passen, die kurz nach dem iPhone 14-Launch auftauchten. Laut Gurman sollen jedoch alle Modelle den Wechsel auf USB-C vollziehen.

Design: Abgerundete Ränder auf der Rückseite

Der Leaker ShrimpApplePro will erfahren haben, dass sich beim Design des iPhone 15 einiges ändern wird. Auf Twitter schreibt er, das nächste Apple-Flaggschiff werde abgerundete Ränder auf der Gehäuserückseite erhalten. Zudem, und hier liegt die vielleicht größere Neuerung, soll das Gehäuse – oder zumindest die Gehäuseränder – aus Titan gefertigt werden. Damit wäre das Smartphone ein ganzes Stück leichter als bisherige Modelle. Wie das Ergebnis letzten Endes aussehen wird, kann der Leaker selbst noch nicht genau sagen, vermutet aber ähnliche Ränder wie beim iPhone 5C aus 2013.

Wie werden sich die Pro-Modelle zukünftig entwickeln?
(Bild: Apple)

Display: Dynamic Island für alle Modelle

Der zumeist gut informierte Industrie-Insider und CEO der Display Supply Chain Consultants Ross Young hat erste Details zum Display des iPhone 15 preisgegeben. Demnach wird das normale iPhone 15 nicht mehr auf das bekannte Notch-Design setzen. Stattdessen wird das Smartphone ebenfalls die vom iPhone 14 Pro (Max) bekannte Dynamic Island erhalten.

Allerdings wird das Gerät wohl weiterhin nur über ein 60 Hz schnelles OLED-Panel verfügen. Das 120 Hz LTPO-AMOLED-Display wird wohl auch in der nächsten Generation dem Pro-Modell vorbehalten bleiben. Grund hierfür ist laut Ross Apples Versorgungskette, welche nicht in der Lage sein soll, eine ausreichende Anzahl an Displays herzustellen.

[10.01.2023] Update

In seinem neuesten Newsletter schreibt Bloomberg-Autor Mark Gurman über die geplanten Apple-Produkte für 2023, darunter auch die iPhone 15-Serie. Mit wenigen Worten bestätigt Gurman unter anderem das zuvor spekulierte Titangehäuse, das beim Pro-Modell zum Einsatz kommen wird. Außerdem soll sich Apple endgültig von der Notch verabschieden und bei allen Modellen die Dynamic Island einsetzen. Schnellere Prozessoren und ein Umschwenken auf USB-C sind absehbare Neuerungen, von seinen Quellen will Gurman zudem erfahren haben, dass die Bildschirmgrößen identisch zur iPhone 14-Familie bleiben werden.

[23.01.2023] Update

Neusten Informationen zufolge könnte Apple bei allen kommenden iPhones auf ein abgerundetes Display setzen. Zwar sollen iPhone 15, 15 Pro und 15 Pro Max ihre Bildschirmgrößen beibehalten, jedoch womöglich auf gebogene Seiten setzen – ähnlich zu einigen Android-Smartphones. Es soll sich jedoch nicht um ein richtiges Curved-Design handeln, wie Samsung es oftmals nutzt, sondern um eine leichte Wölbung zu den Seiten hin – ähnlich wie bei der Apple Watch Series 8.

Chip: Neuer A17 (Bionic)

Einem Bericht von 9to5Mac zufolge könnte der neue A17 Chip, der im iPhone 15 zum Einsatz kommen soll, größeren Fokus auf längere Akkulaufzeiten als auf reine Rechenleistung legen. Gefertigt wird dieser Prozessor erneut vom taiwanesischen Auftragsfertiger TSMC, der bei einer Vorstellung des neuen 3 nm-Prozesses vor allem die Energieeffizienz betont haben soll, während Leistungssteigerungen eher zweitrangig blieben.

Speicher: 128 GB, adé?

Zudem soll das Flaggschiff über mindestens 256 GB internen Speicher verfügen, während die anderen Versionen weiterhin mit 128 GB an den Start gehen. Letztlich dürfte dies aber auch in einem höheren Startpreis resultieren. Zu diesem frühen Zeitpunkt sind diese Angaben allerdings mit einer gewissen Skepsis zu betrachten.

Konnektivität: Wi-Fi 6E Chip von Broadcom?

Apple produziert schon seit einiger Zeit eigene Chips, sowohl für Smartphones, Tablets als auch Computer. Für 5G-Modems und WLAN-Chips war zwar auch eine eigene Entwicklung und Fertigung geplant, doch das Projekt soll wohl erstmal auf Eis gelegt worden sein. Stattdessen soll Apple dem iPhone 15 (Pro) einen Wi-Fi 6E Chip von Broadcom verbauen. Dies berichtet der Apple-Analyst Ming-Chi Kuo, da Apple den Fokus wohl erstmal auf zukünftige M-Chips (so wie zuletzt den M2 Pro) legen will.

TouchID: Rückkehr des Fingerabdrucksensors?

Viele hoffen beim iPhone 15 wohl auf die Rückkehr von TouchID. Immerhin gab es in den letzten Jahren öfter Gerüchte, dass der Fingerabdrucksensor zurückkommen könnte. Nun hat sich der zumeist gut informierte Bloomberg Redakteur Mark Gurmann zu diesem Sachverhalt geäußert.

Demnach wird Apple auch im nächsten Jahr ausschließlich auf FaceID setzen. Zwar hätte das Unternehmen bereits Under-Display-Sensoren getestet, allerdings waren die Ergebnisse wohl nicht zufriedenstellend. Ein in den Powerbutton integrierter Sensor kommt für Apple scheinbar nicht in Frage. Diese Methode kommt derzeit etwa im aktuellen iPad Air und iPad Mini zum Einsatz.

Anschlüsse: Endlich USB-C?

Laut dem Bloomberg-Redakteur Mark Gurman wird Apple im nächsten Jahr endlich den Schritt hin zu USB-C wagen. Damit würde der Hersteller bereits beim iPhone 15 auf den proprietären Lightning-Anschluss verzichten. Grund hierfür ist vor allem, dass die Europäische Union die Nutzung von USB-C ab 2024 vorschreibt.

Allerdings soll dies nicht das Ende des Apple-eigenen Ladegerätes sein. Mit MagSafe wird man wohl weiterhin eine proprietäre Stromversorgung anbieten. Ermöglicht wird dies durch eine Ausnahme in der Verordnung: Die EU hat Geräte, die ausschließlich per Wireless Charging geladen werden, explizit im Gesetz ausgenommen. Entsprechend ist es laut Gurman wahrscheinlich, dass Apple nicht allzu lang auf USB-C setzen wird.

[19.11.2022] Update

Der Analyst Ming-Chi Kuo bestätigt nochmals, dass Apple bei allen iPhone 15 Modellen den Wechsel auf USB-C plant. Allerdings scheint es trotz allem Unterschiede zwischen den verschiedenen Varianten zu geben. Demnach wird lediglich das Pro respektive Ultra-Modell über einen schnellen USB-C-Port verfügen. Bisher ist jedoch nicht klar, auf welchem USB-Standard dieser basieren wird. Wahrscheinlich ist der Einsatz von USB 3.1 Gen 2, womit bis zu 10 GBit/s möglich wären.

Der USB-C-Port des iPad Pro mit M1-Chip erreicht stolze 40 GBit/s (Bild: Daniel Romero/Unsplash)

Die „günstigeren“ Geräte der Serie sollen wiederum auf USB 2.0 setzen. Damit würde sich die Geschwindigkeit im Vergleich zum bisherigen Lightning-Port nicht ändern. Die Übertragungsrate würde weiterhin bei 480 MBit/s liegen. Ein solches Vorgehen wäre keineswegs verwunderlich, denn Apple verfolgt bei den iPads bereits einen ähnlichen Ansatz. Letztlich würde die Differenzierung dazu dienen, das teurere Pro-Modell attraktiver zu machen.

Kamera(s)

Zur Kameraausstattung gibt es bisher noch kaum Informationen. Der Leaker Majin Bu behauptet jedoch, dass das iPhone 15 Ultra einige technische Vorteile bieten soll. Demnach soll sich die Frontkamera hier aus zwei Sensoren zusammensetzen, wobei eine Kamera als Ultraweitwinkel fungiert. Diese würde sich entsprechend besser für Gruppen-Selfies eignen.

Preis & Verfügbarkeit

Die kleineren iPhone 15-Modelle könnten deutlich günstiger werden: Macworld zitiert einen koreanischen Blogger, der in der Vergangenheit mehrere richtige Angaben zu noch nicht erschienenen iPhone-Spezifikationen machte, zu einer Preissenkung beim iPhone 15 und iPhone 15 Plus. Weil das iPhone 14 Plus sich nicht gut verkaufte, sei es sehr wahrscheinlich, dass dessen Nachfolger für eine bessere Abgrenzung zum iPhone 15 Pro Max auf 800 oder 850 Dollar falle. Bisher kostet die Top-Variante nur 200 Dollar mehr als das Plus-Modell, wodurch Kunden die Abgrenzung zwischen beiden Modellen nicht wahrnehmen. Auch das reguläre iPhone 15 müsse demnach im Preis fallen.

Quellen
Arian Krasniqi

…ist seit 2021 Teil des Teams und befasst sich vor allem mit Hardware-Komponenten sowie mit weiteren technischen Neuheiten. Auch aktuelle Spiele auf PC und Konsole gehören zu seiner Leidenschaft. Neben der Arbeit studiert Arian an der RWTH Aachen Architektur.

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